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 Wichtige Japan-News

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JK_HiKO
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BeitragThema: Wichtige Japan-News   So 19 Feb 2012 - 7:52

Ist jetzt vlt nicht besonders schlau sich hier was aus dem Anderen Forum immer abzugucken aber ich finde man sollte doch ein Theard eröffnen indem man über die Aktuellen wichtigen Infos aus Japan berichtet. Katastrophen usw. Natürlich nicht wie im Anderen j-Rock-Forum so oft & viel dass es schon beinahe wieder nervt aber i-wie ist das doch auch ganz interessant flower

Hier ein Beispiel wie sowas aussehen kann:

Japan aktuell: Früherer AKW-Arbeiter klagt wegen Strahlungsfolgen gegen die Regierung

Das Wochenende begann bereits am Freitag künstlerisch, mit der Vorstellung drei japanischer Filme auf der Berlinale. Am Samstag schloss sich dann eine Veranstaltung zum 150. Geburtstag des japanischen Autors Mori Ogai (1862 – 1922) an, der vier Jahre in Deutschland als Militärarzt studiert hatte und dessen Aufenthalt dort auch Grundlage für spätere Werke war.

Doch an Freitag und Samstag gab es auch neue Informationen, die mit dem AKW Fukushima aktuell in Zusammenhang stehen. So geht es in den Fukushima News heute um Atom-Lobbyismus, Neuigkeiten zu den Naturkatastrophen und den Versuch eines einzelnen Arbeiters für gesundheitliche Probleme entschädigt zu werden. Diese und zusätzliche Meldungen jetzt bereits am Samstag – im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Februar 2012.

Unsere heutigen Themen:
■Details zur Klage des Ex-AKW-Arbeiters
■Tsunami erreichte in Sendai 25 km/h
■Atom-Werbegruppe in Fukushima aufgelöst
■Herz-Op des Tenno erfolgreich
■Japans Katastrophen auf der Berlinale


Details zur Klage des Ex-AKW-Arbeiters gegen die Regierung: Der 76 Jahre alte Ryusuke Umeda reichte beim Gericht in Fukuoka am 17. Februar eine Klage gegen die Regierung ein, mit der er die Anerkennung seiner gesundheitlichen Beschwerden als Folge der Tätigkeit an Atomkraftwerken und damit die Zahlung von Entschädigungen erzwingen will (Spreadnews berichtete am Freitag).

Ein Artikel der Mainichi Shimbun vom Samstag enthält nun weitere Details:

Demnach sei er bei seiner Arbeit an den AKW Tsuruga und Shimane im Jahr 1979 nicht ausreichend über Risiken aufgeklärt worden. Auch habe er aus Gründen der Effektivität ohne Atemschutz und Dosimeter gearbeitet. Seine Folgebeschwerden, Nasenbluten und Übelkeit, werden seit dem Fukushima-Unglück immer wieder mit radioaktiver Belastung in Verbindung gebracht.

Im Jahr 2008 forderte er bei einem Büro in Matsue, dass mit der Überprüfung von Arbeitsrichtlinien betraut ist, Schadensersatz ein, nachdem ihm ein Arzt im Universitätsklinikum Nagasaki nach einer Untersuchung erklärt hatte, dass seine Beschwerden zumindest teilweise durch Radioaktivität ausgelöst worden sein könnten.

Das Büro lehnte die Forderung unter Hinweis auf die Regelung der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) ab, der zufolge andere Krankheiten als Krebs nicht als Folgen der Strahlung gelten, wenn die Dosis unter 100 Millisievert liege.

Die offiziell gemessene externe Belastung von Umeda bei seiner Arbeit betrug jedoch lediglich 8,6 Millisievert, was dieser darauf zurückführt, dass er oft ohne Dosimeter gearbeitet habe und die damals erfassten Daten aus diesem Grund nicht den tatsächlichen Sachverhalt wiederspiegeln.

Außerdem fordert er die Anerkennung des kausalen Zusammenhangs zwischen der Strahlenbelastung und seinem Herzinfarkt im Jahr 2000 und beruft sich dabei auf Richtlinien der Regierung zur Anerkennung von Krankheiten bei Atombombenopfern. In diesen werden auch Herzinfarkte als gesundheitliche Folgen gelistet.

Die Regierung hat sich zu dem aktuellen Fall bislang nicht geäußert und verwies lediglich darauf, man habe die Klage noch nicht erhalten. Sollte Umeda mit seiner Forderung erfolgreich sein, könnte dies besonders im Bezug auf die Fukushima-Krise zu einer Klagewelle von Bürgern mit ähnlichen Symptomen führen.

Tsunami erreichte Geschwindkeiten von 25km/h in Sendai: Ein Forscherteam am Forschungszentrum für Katastrophenschutz der Tohoku-Universität hat anhand von Luftaufnahmen, die von der NHK eine Stunde nach dem Erdbeben an der Mündung des Flusses Natori gemacht worden waren ermittelt, dass der Tsunami auf einem offenen Gebiet, etwa einen Kilometer von der Küste an der Stadt Sendai, eine Geschwindkeit von 25 Kilometern pro Stunde erreicht habe.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass selbst Menschen, die nach dem ersten Erblicken des Tsunami sofort um ihr Leben liefen, fast keine Chance hatten zu entkommen. Wissenschaftler verglichen dies mit der Geschwindigkeit eines-Top-Marathonläufers. Selbst nachdem der Tsunami durch das Mitreissen von Erdreich und Objekten etwas abgebremst worden war, lag seine Geschwindigkeit immer noch beim Doppelten der Schrittgeschwindigkeit eines Durchschnittbürgers.

In der Stadt Natori und damit zwei Kilometer von der Küste entfernt, erreichte der Tsunami 8 km/h. Das berichtet die NHK.

Atombefürworter in Fukushima geben auf: Eine 1981 gegründete Organisation, welche bislang die Vorteile der Atomenergie und deren Sicherheit öffentlich bewarb, hat nun ihre Auflösung erklärt. Toshitsuna Watanabe, Vorsitzender der Vereinigung und Bürgermeister der Stadt Okuma, die Fukushima-Krise und ihre Auswirkungen machten es unmöglich, weiterhin die Sicherheit der Atomanlagen zu bewerben.

Der Verband war 1981 mit finanziellen Zuwendungen der Präfekturleitung und 11 Gemeindeverwaltungen in Höhe von 20 Millionen Yen gegründet worden, mit dem Ziel, PR für die Atomenergie zu betreiben. Nach der formalen Anerkennung der Auflösung, werden die Finanzmittel wieder den örtlichen Verwaltungen zufließen und die Präfektur Fukushima künftig selbst für die Werbemaßnahmen sorgen.

Das Budget für das Fiskaljahr 2010 betrug etwa 100 Millionen Yen, die für die regelmäßige Veröffentlichung einer Zeitschrift und die Ausrichtung des jährlichen “Atomenergietags” am 26. Oktober verwendet wurden. Auch einige andere Präfekturen hatten derartige Atom-Werbeagenturen unterstützt, anstatt selbst Werbung zu machen.

Nach Angaben des Amts für natürliche Ressourcen und Energien erhielten im Fiskaljahr 201o insgesamt 15 Präfekturen für die Durchführung von Atomenergie-PR eine Summe von 1,05 Milliarden Yen. Für das Jahr 2012 hatten die Präfekturalverwaltungen 1,47 Milliarden Yen beantragt. Das berichtet die Asahi Shimbun.

Herz-Op des Tenno verlief erfolgreich: Einer ersten Bekanntgabe durch das kaiserliche Hofamt zufolge, hat der Tenno die Bypass-Operation am heutigen Samstag gut überstanden. Der Eingriff begann etwa 9:30 Uhr und endete um 15:30 Uhr. Die Operation wurde bei schlagendem Herzen durchgeführt, da einer Herz-Lungen-Maschine den Körper stärker belastet hätte.

Nachdem ein Kardiogramm am 11. Februar eine Verengung an zwei der drei Koronaraterien gezeigt hatte, wurden bei der Operation am Samstag zwei Blutgefäße aus einem anderen Teil verpflanzt und als Bypass genutzt, um die verengten Arterien zu umgehen.

Neben seiner Gemahlin Kaiserin Michiko, welche die Nacht in der Klinik verbrachte, begleitete auch deren Tochter, Sayako Kuroda, die ihren Status als Prinzessin Nori durch Heirat mit einem Bürgerlichen abgelegt hatte, bis zum Operationssaal. Unterdessen nutzten viele Bürger die Gelegenheit, an einer dafür eingerichteten Stelle am Sakashitamon, einem Tor des kaiserlichen Palastes, Genesungswünsche und Gebete für einen positiven Verlauf der Operation zu hinterlassen.

Auf einer Pressekonferenz am Abend erklärte der Hauptarzt des kaiserlichen Hofamtes, Ichiro Kanazawa, die Operation sei problemlos gewesen. Es seien keine Komplikationen oder größere Blutungen aufgetreten und der Eingriff wie geplant verlaufen.

Japans Katastrophen auf der Berlinale: Neben dem arabischen Frühling ist auch das Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 ein Thema verschiedener Filme, die bei den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin präsentiert wurden. Insgesamt drei japanische Dokumentationen wurden hierzu vorgestellt.

Bei den Filmen handelt es sich um “No Man’s Zone” (Regie: Toshifumi Fujiwara), sowie “Nuclear Nation” (Regie: Atsushi Funahashi) und “friends after 3.11,” (Regie Shunji Iwai). Alle drei wurden in der gemeinsamen Sparte für “Avantgarde, experimentelle und unbekannte Cinematographie” vorgestellt

Am Freitag erregte mit “663114“ ein kurzer Animationsfilm des 39 Jahre alten Isamu Hirabayashi, der sich mit der dreifachen Krise in Japan befasst, besondere Aufmerksamkeit.

Der Film erzählt in einer Art Parabel die Geschichte einer Zikade, die alle 66 Jahre hervorkommt und nachdem sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Atombombe von Hiroshima insgesamt 66 Jahre unter der Erde verbrachte, wieder aufsteigt – nur um dann die Atomkatastrophe 11. März zu erleben.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-fruherer-akw-arbeiter-klagt-wegen-strahlungsfolgen-gegen-die-regierung/1120392/

_________________

Ja ich hab es vom Anderen Forum eben Kurz abgeschrieben aber nur um zu zeigen wie ich das meine ^^ Wer will kann ja hier sowas posten (ich werds machen xD)
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   So 19 Feb 2012 - 8:30

Du meinst wohl eher das die ANDEREN von uns alles abgucken (;

Diesen Thread hier könnten wir gut gebrauchen. Smile
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   So 19 Feb 2012 - 9:26

Finde die idee gut... und das hat ja wohl mit geklaut nix zutun.. Wink
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   So 19 Feb 2012 - 10:07

Danke, okay damit steht es fest ich werde hier die Dayle-Reporterin des Forums xD (Ka ob das Wort richtig an dieser Stelle steht oder überhaupt richtig geschrieben ist Embarassed )
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   So 19 Feb 2012 - 22:23

Japans Kaiser erhielt Bypass - Operation "erfolgreich"
18.02.2012, 11:46 Uhr


Kaiser Akihito und sine Frau Michiko werden von den Ärzten willkommen geheißen. (Quelle: dpa)

Tokio (dpa) - Der japanische Kaiser Akihito (78) hat sich am Samstag einer Bypass-Operation am Herzen unterzogen. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, teilte das kaiserliche Haushofamt in Tokio mit. Der Eingriff habe etwa fünf Stunden gedauert.

Der Monarch hatte sich am Freitag ins Krankenhaus der Universität Tokio begeben. Mit dem Bypass, der die Blutversorgung des Herzens verbessert, wollten die Ärzte dem im Volk sehr beliebten Kaiser ein unbeschwertes Leben ermöglichen.


Während seines Aufenthaltes in der Klinik nimmt sein ältester Sohn und Thronfolger Naruhito die Verpflichtungen des Herrschers wahr. Mehr als 10 000 Menschen besuchten bis Samstagnachmittag (Ortszeit) den Kaiserpalast, um Genesungswünsche zu überbringen, berichtete der Fernsehsender NHK.


Akihito, der im Jahr 1989 die Nachfolge seines Vaters Hirohito antrat, wurde 2003 wegen Prostatakrebs operiert. Bereits 2008 litt er unter stressbedingten Gesundheitsproblemen, unter anderem Magenbluten. Im vergangenen November musste er wegen einer Bronchitis zwei Wochen ins Krankenhaus.

Quelle: http://nachrichten.t-online.de/japans-kaiser-erhielt-bypass-operation-erfolgreich-/id_54112216/index
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 21 Feb 2012 - 4:21

Japan aktuell: Einwohner von Fukushima mit bis zu 23 Millisievert belastet

Die gesellschaftlichen Folgen, der als 3/11 bekannten Naturkatastrophen, betreffen unter anderem auch Deutschland, denn die Kyodo meldet einen starken Rückgang der Anmeldungen für die “Deutsche Schule Tokyo Yokohama” (DSTY), die mit ihrer Gründung im Jahr 1904 eine der ältesten Schulen für Deutsche in Asien ist. In Japan stieg dagegen die Zahl der Diebstähle in den Sperrgebieten im Jahr 2011 auf 920 – 804 davon als Einbrüche in verlassene Häuser. Einige Ortschaften könnten jedoch später wieder bewohnt werden – und zuvor geplündert.

Die gesundheitlichen Folgen der Nuklearkatastrophe in Japan betreffen dagegen die Bewohner der Krisengebiete, denn wie Präfekturleitung Fukushima aktuell mitteilt, kam es zu deutlichen Belastungen durch Radioaktivität. Einzelheiten zu diesen Fukushima News, sowie weitere Meldungen gibt es nach dem zusätzlichen Artikel vom Samstag nun wie immer den Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Februar 2012.

Unsere heutigen Themen:
■Hohe Strahlungsdosis bei Fukushima-Einwohnerng gemessen
■Stadt in Shizuoka bestätigt radioaktive Asche als ungefährlich
■AKW Fukushima erstmals seit Cold Shutdown für Medien geöffnet
■Solaranlagen in Krisengebieten geplant
■Tenno von Intensivstation in eigenes Zimmer verlegt
■Giftgas-Sektenmitglied mit weiteren Klagen konfrontiert
■Japanischer Animationsfilm gewinnt silbernen Bären
■Bürgermeister von Nagoya bestreitet Nanking-Massaker
■Toter Hai vor Park in Tokyo entdeckt

Hohe Strahlungsdosis bei Fukushima-Einwohnerng gemessen: Die Präfekturverwaltung Fukushima gab am heutigen Montag Zahlen zur Belastung der Bevölkerung in der Präfektur bekannt. Der Nachrichtenagentur zufolge waren insgesamt 9.474 Einwohner aus Iitate, Kawamata und Namie (ohne Reaktorarbeiter), getestet worden.

■5.636 Personen waren einer Strahlung von weniger als einem Millisievert ausgesetzt.
■4.040 Personen waren Belastungen zwischen einem und unter 10 Millisievert ausgesetzt (41,4 Prozent)
■71 Personen waren 10 Millisievert oder mehr ausgesetzt
■Zwei der 71 Personen waren über 20 Millisievert ausgesetzt, Höchstwert waren 23 Millisievert.

Der normale Grenzwert liegt bei 1 Millisievert pro Jahr. Als Grenzwert in Notfällen empfahl die Internationale Strahlenschutzkommission einen Wert von 2o Millisievert. Dieser Wert wurde in Japan als Richtwert für die Bestimmung der Evakuierungszonen herangezogen – außerhalb des 20km Sperrgebiets.

Der Vizepräsident der medizinischen Universität Fukushima, Shunichi Yamashita sagte auf einer Pressekonferenz, bis zu einer jährlichen Jahresbelastung von über 100 Millisievert bestünden keine besonderen Risiken für Krebs. Selbst bei den höchsten gemessenen Werten sei eine nachteilige gesundheitliche Auswirkung unwahrscheinlich.

Abzüglich jener Personen die in Bereichen mit hoher Radioaktivität arbeiten, waren die Personen mit den höchsten Belastungen die Einwohner von Namie, Iitate und Kawamata (Ortsteil Yamakiya), so die Nachrichtenagentur jiji. Bei der Person die den höchsten gemessenen Wert von 23 Millisievert aufwies, handele es sich um eine erwachsene Frau, die zuvor in der geplanten Evakuierungszone lebte. Ihr Name wurde jedoch nicht genannt.

Die Asahi Shimbun berichtet ebenfalls von einer Studie über die Belastung der Bevölkerung in der Präfektur, berichtet jedoch von etwa 9.750 Personen in der Präfektur Fukushima. Dabei seien Personen, die zuvor im Kraftwerk gearbeitet hatten, ausgeklammert worden.

Bei den zwei Personen mit Belastungen über 20 Millisievert handelt es sich nach Angaben der Zeitung um zwei Frauen. Beide flohen nach dem Beginn der Fukushima-Krise in Gebiete, deren Evakuierung zwar empfohlen, jedoch nicht verpflichtend war. In diesen Gebieten könnten die Strahlungslevel 20 Millisievert pro Jahr übersteigen.

Kyodo, jiji und Asahi Shimbun berichten übereinstimmend, die Verwaltung plane nun eine Umfrage aller etwa zwei Millionen Einwohner der Präfektur Fukushima.

Stadt in Shizuoka bestätigt radioaktive Asche als ungefährlich: Die Stadt Shimada (Präf. Shizuoka) hatte sich zu einem Versuch bereit erklärt, bei dem mehrere Tonnen vermutlich radioaktiv belasteter Trümmer aus Yamada (Präf. Iwate) in der Müllverbrennungsanlage von Shimada entsorgt wurden. Von der Höhe der in der Asche gemessenen Werten wurde abhängig gemacht, ob man weitere Trümmer zur Entsorgung akzeptiere (Spreadnews berichtete am 16. Februar 2012).

Nun gab die Stadtverwaltung von Shimada bekannt, bei der Verbrennung von zehn Tonnen Trümmern aus der Präfektur Iwate, die zusammen mit 56 Tonnen örtlichen Haushaltsabfällen verbrannt worden waren, sei in der verbleibenden Asche eine Belastung von 64 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden – weit unterhalb des Grenzwerts von 500 Becquerel. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Zum Vergleich führte die Stadt an, der Level an radioaktivem Cäsium bei verbranntem Standardabfall betrage 48 Becquerel pro Kilogramm. Um die Bedenken der Bevölkerung zu berücksichtigen, habe man zudem die Asche im Rathaus und sechs weiteren Orten öffentlich zur Schau gestellt und Dosimeter bereitgelegt, so dass sich die Bürger selbst ein Bild von der Belastung machen konnten.

Detaillierte Ergebnisse über diesen ersten Versuch, in denen dann auch die Konzentration von radioaktivem Cäsium im, bei der Verbrennung ausgestoßenen Gas zu finden sein wird, sollen am 24. März veröffentlicht werden.

AKW Fukushima erstmals seit Cold Shutdown für Medien geöffnet: Erstmals seit der Erklärung im Dezember, mit dem erreichen des Cold Shutdowns sei ein stabiler Zustand erreicht worden, hat der Betreiber TEPCO den Medien am heutigen Montag den Zutritt zur Anlage ermöglicht, berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Erstmalig wurden der Presse die drei Pumpen gezeigt, die das Kühlwasser in die Reaktoren 1 bis 3 pumpen. Sie sind etwa 35 Meter über dem Meeresspiegel aufgestellt und mit Plastik abgedeckt, um sowohl einem weiteren Tsunami, als auch weitere Kälteschäden an den Anlagen vorzubeugen.Ein ebenfalls demonstrierter Kälteschutz ist die Ummantelung von Wasserleitungen mit schwarzem Dämmstoff aus Harz.

Solaranlagen in Krisengebieten geplant: Der Asahi Shimbun zufolge plant eine Reihe von Unternehmen, unter ihnen auch Hitachi Ltd. eine Gesamtsumme von 3,5 Milliarden Yen für die Errichtung einer Solarstromanlage auf der Halbinsel Oshika, die zu der vom Tsunami schwer getroffenen Präfektur Miyagi gehört, zu investieren.

Das Solarkraftwerk soll bereits im Sommer kommenden Jahres in Betrieb gehen und eine Leistung von 10 Megawatt aufweisen – eine der stärksten Leistungen einer Solaranlage in Japan. Verantwortlich für den Bau soll ein Unternehmen sein, das sich aus der Zusammenarbeit zwischen der Toko Electrical Construction Corporation und einer Baufirma vor Ort gebildet hat. Diese soll den erzeugten Strom dann in das Netz von Tohoku Electrics einspeisen. Quellen der Zeitung zufolge, zieht Hitachi Investitionen in das neue Solarbau-Unternehmen in Betracht.

Ein weites Großprojekt ist mit Hilfe von Mitsui & Co. in Higashi-Matsushima (Präf. Miyagi) in Arbeit, wo man hofft, der Aufbau der vom Tsunami getroffenen Gebiete dadurch zu verbessern. In der selben Präfektur plant die Toyota Motor Corporation in Ohira ein Kraftwerk. Der Automobilhersteller betreibt dort ein Werk.

Tenno von Intensivstation in eigenes Zimmer verlegt: Am heutigen Montag wurde der Tenno im Universitätsklinikum Tokyo, in dem er sich am Samstag einer Bypass-Operation unterzogen hatte, von der Intensivstation in ein Einzelzimmer verlegt. Bereits auf der Intensivstation habe er ein Glas Wasser getrunken und die Ärzte gefragt, wann er ein Buch lesen könne.

Mittlerweile hat er bereits eine leichte Mahlzeit zu sich genommen und mache bereits erste körperliche Übungen, wie etwa auf einem Stuhl zu sitzen und neben seinem Bett zu stehen. Mitte der Woche soll mit Reha-Maßnahmen die korrekte Herzfunktion sichergestellt werden.

Die Operation war ein Thema für mehrere japanische Medien und besonders die Yomiuri Shimbun berichtete ausführlich über praktisch jede Bewegung und Handlung die der Tenno vor und nach der Operation gemacht hatte.

Die Ärzte stellten während der Operation unregelmäßigen Herzschlag im Vorhof des Herzens fest. Aus diesem Grund werde er in den kommenden Tagen rund um die Uhr beobachtet, um Änderungen des Herzschlags und gefährliche Änderungen des Blutdrucks registrieren zu können. Patienten wird nach einer solchen Operation als Atemtherapie tiefes ein- und ausatmen empfohlen, da dies mögliche Infektionen des geschwächten Körpers vorbeuge und viele nach dem Eingriff noch Probleme damit hätten eigenständig zu atmen.

Wenn die weitere Entwicklung wie geplant verläuft, werde der Tenno in zwei Wochen entlassen, müsse jedoch Medikamente nehmen, um seinen Cholesterinspiegel zu senken.

Giftgas-Sektenmitglied mit weiteren Klagen konfrontiert: Die Staatsanwaltschaft von Tokyo hat am heutigen Montag weitere Klagepunkte gegen Makoto Hirata, frühere Mitglied der Sekte Omu Shinrikyo vorgebracht. Zu den neuen Straftaten mit denen er in Verbindung gebracht wird, gehört der Missbrauch von Sprengstoffen.

Hirata, der sich nach fast 17 Jahre dauernder Flucht Anfang des Jahres der Polizei stellte, wird vorgeworfen, unter Komplizenschaft mit dem früheren Sektenmitglied Yoshihiro Inoue im März 1995 in mehrere Fälle von Sprengstoffanschlägen verwickelt gewesen zu sein. Dazu zählen ein Anschlag auf das Haus eines Religionswissenschaftlers und den Wurf einer Brandbombe in das Hauptbüro der Sekte im Zentrum von Tokyo.

Erstmals in der Geschichte der Verhandlungen gegen den Kult Omu Shinrikyo, der unter anderem auch für den Giftgas-Anschlag auf die U-Bahn von Tokyo 1995 verantwortlich ist, werden vermutlich auch Laienrichter (deren Status erst 2009 zugelassen wurde), an den Verhandlungen beteiligt sein.

Die Nachrichtenagentur jiji beruft sich dabei auf Quellen, denen zufolge in diesem Fall keine Gefahr für die Laienrichter bestehe, da diese für derartige Prozesse nicht zugelassen wären.

Japanischer Animationsfilm gewinnt silbernen Bären: Bei den am Sonntag zu Ende gegangenen, Internationalen Filmfestspielen Berlin, gewann der Animationsfilm “The Great Rabbit” (Regie: Atsushi Wada) den silbernen Bären in der Kategorie Kurzfilme. Der von einer französischen Firma gedrehte sieben Minuten dauernde Film benutzt mechanische Bleistiftzeichnungen, welche die Anhänger des mysteriösen “Great rabbit” darstellen sollen, berichten NHK und Asahi Shimbun.

Der aus Kobe stammende, doch jetzt in London lebende 31 Jahre alte Atsushi Wada erklärte, mit seinem Film wolle er die Komplexität der gegenwärtigen Gesellschaft darstellen. So seien etwa Ökonomie und Atomkraft beides Aspekte, bei denen es aufgrund ihrer Komplexität schwer ist, das eigentliche Problem zu erkennen.

Der goldene Bär in der Kategorie Kurzfilm ging an den Film “Rafa” des Portugiesen Joao Salaviza.

Bürgermeister von Nagoya bestreitet Nanking-Massaker: Der 63 Jahre alte Bürgermeister der Stadt Nagoya, Takashi Kawamura, hat mit einer revisionistischen Behauptung bei einem Besuch von Vertretern der chinesischen Stadt Nanking, den Unmut chinesischer Vertreter erregt. Das berichtet die Kyodo.

Bei der Besetzung der Stadt Nanking durch die kaiserliche japanische Armee während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1937, soll es der allgemeinen Ansicht nach, zu mehrwöchigen Ausschreitungen der Armee gegen die Zivilbevölkerung gekommen sein. Dabei wurden etwa 20.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt, sowie 200.000 Zivilisten und Kriegsgefangene ermordet.

Kawamura, dessen Vater am Kriegsende 1945 in Nanking war, erklärte gegenüber Liu Zhiwei, einem Vertreter der kommunistischen Verwaltung der Stadt, es hätten dort reguläre Kampfhandlungen gegeben, jedoch nicht die Kriegsverbrechen, die den Japanern zur Last gelegt werden.Nagoyas Bürgermeister betonte allerdings auch, im Läge an der Entwicklung freundschaftlicher Verbindungen zwischen beiden Städten, die seit 1978 in Städtepartnerschaft stehen.

Während sich Liu Zhiwei, Vertreter der Stadt Nanking, ganz dem Klischee des Asiaten nach, hierzu nicht äußerte, sondern diplomatisch lächelnd Hände schüttelte und man Geschenke austauchte, bezeichnete Zhu Chengshan, Leiter der Gedenkstätte für die Opfer des Nanking-Massakers, die Ausführungen von Kamamura als “Unsinn”.

Toter Hai vor Park in Tokyo entdeckt: Einen überraschenden Fund machte ein Wachmann am beliebten Yoyogi Park im Bezirk Shibuya von Japans Hauptstadt Tokyo am Sonntagmorgen. Während eines Kontrollgangs entdeckte er auf einem Parkplatz am Parkeingang nahe des Bahnhofs Shibuya den Körper eines 1,5 Meter langen Hais, dem die Eingeweide entnommen worden waren.

Die Mainichi Shimbun gibt den Zeitpunkt des Funds um 7:08 Uhr an und spricht von einer Plane, mit der man den Körper abgedeckt habe. Die Yomiuri datiert den Fund früher, gegen 6:30 Uhr und berichtet von einer blauen Plane.

Die Gattung des Tieres war zunächst unklar und die Polizei behandelt den Fund nun als einen Fall illegaler Müllablagerung. Die Mainich Shimbun fügte hinzu, die Polizei gehe berichten nach, denen zufolge der Hai vor einigen Tagen in der Auslage eines Sushi-Lokals zu sehen gewesen war. Als Tatzeitpunkt für die Ablage des Fischs wird die Nacht vom 18. und der Morgen des 19. Februar vermutet.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-einwohner-von-fukushima-mit-bis-zu-23-millisievert-belastet/1120418/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 21 Feb 2012 - 4:25

Japan mit Rekordhandelsdefizit im Januar
Der starke Yen bremst Japan aus.


Der japanischen Wirtschaft geht es immer schlechter. Wie die Regierung mitteilte, erreichte das Handelsdefizit im Januar mit 1,5 Billionen Yen ( rund 14 Milliarden Euro) einen neuen negativen Höchststand. Die Rating-Agentur S&P bleibt weiterhin skeptisch.

Erstes Handelsdefizit seit 31 Jahren im Jahr 2010
Im vergangenen Jahr hatte Japan erstmals seit 31 Jahren ein Handelsdefizit ausgewiesen. Verantwortlich für die negative Bilanz waren ebenfalls der starke Yen, die hohen Energiekosten sowie die Folgen des schweren Erdbebens und des Tsunami vom 11. März 2011.

Größter Schuldenberg aller Industrieländer
Als Grund für die Entscheidung, vorerst an der nur viertbesten Bonitätsnote festzuhalten, nannte S&P Japans solide Nettoauslandsposition sowie das robuste Finanzsystem und die breit aufgestellte Wirtschaft des Landes. Zudem führte das Ratingunternehmen die Rolle des Yen als eine der wichtigen internationalen Reservewährungen an. Japan schiebt, gemessen an seiner Wirtschaftsleistung, den größten Schuldenberg von allen Industrieländern weltweit vor sich her.

http://wirtschaft.t-online.de/japan-mit-rekordhandelsdefizit-im-januar/id_54141722/index
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 21 Feb 2012 - 4:43

also wenn ich ma eben meinen senf dazu geben darf... vll. wirds dann weng billigerdort.. wassn + für mich is xD weil ich dann mehr kaufen kann xD
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 21 Feb 2012 - 4:46

HanaChan schrieb:
also wenn ich ma eben meinen senf dazu geben darf... vll. wirds dann weng billigerdort.. wassn + für mich is xD weil ich dann mehr kaufen kann xD

Klar hier darf jeder seinen Senf dazu geben, wenn ich Fehler mache will ich ja schließlich das jm mich drauf hinweist oderso kann ja schließlich mal vorkommen geek
Ja da könntest du wohl recht haben lol!
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 21 Feb 2012 - 8:34

Hohe Strahlungswerte in Park in Tokyo

Nach der Fukushima-Katastrophe ist die Frage, wie hoch die Radioaktivität in Japans Hauptstadt Tokyo ist und ob von ihr dort eine Gesundheitsgefährdung ausgeht, sicher eine der häufigsten Fragen. Funde von radioaktiven Hot Spots, wie sie sich in der Vergangenheit ereigneten, tragen sicher dazu bei, die Verunsicherung noch zu fördern.

Wenn nun eine Gruppe berichtet, sie habe in einem populären Landschaftspark der Stadt hohe Radioaktivitätswerte nachweisen können, dann scheint die Frage, wie groß die Auswirkungen des AKW Fukushima aktuell wirklich sind, berechtigt.

Die genaue Meldung zum Fund in Tokyo, sowie Fukushima News und weitere Nachrichten, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Februar 2012.

Unsere heutigen Themen:
■Hohe Werte von Cäsium in Tokyoter Park
■Neue Roboter auf dem Weg zum AKW Fukushima
■Notfallzentrum lehnte Schilddrüsenuntersuchungen bei Kind ab
■Lediglich fünf Prozent der Katastrophentrümmer entsorgt
■AKW Takahama runtergefahren – nur zwei Japan-AKW aktiv
■Rätsel um Hai im Park löst sich langsam

Hohe Werte von Cäsium in Tokyoter Park gemeldet: Mitglieder der kommunistischen Partei Japans (KPJ) haben in Japans Hauptstadt Tokyo, im Boden des Mizumoto-Parks im Bezirk Katsushima hohe Werte an radioaktivem Cäsium gemessen. Anfang des Monats hatten KPJ-Mitglieder an vier Stellen des Parks die Strahlungsbelastung in Erdreich und herabgefallenem Laub gemessen, darunter auch den Eingang zu einem Vogelschutzgebiet für Wildvögel.

Die gemessenen Werte an radioaktivem Cäsium lagen zwischen 7.770 bis 23.300 Becquerel pro Kilogramm Erdreich und zwischen 1.180 bis 8.290 beim getesteten Laub. Die Kommunisten forderten die Verwaltung des Großraums Tokyo dazu auf, ebenfalls Messungen im Park vorzunehmen und die fraglichen Bereiche zu dekontaminieren.

Die Verwaltung lehnte die Aufforderung jedoch ab und begründete dies mit den Messwerten der Luft, die im November 2011 in einem Abstand von einem Meter über dem Boden gemessen worden waren und unter dem, vom Wissenschaftsministerium festgelegten Grenzwert von einem Mikrosievert pro Stunde lagen.

Doch nicht allein, dass der Mizumoto-Park in Katsushika im Vergleich mit den Gärten anderer Bezirke, der größte Park mit Wasseranlagen ist – im selben Bezirk liegt auch die Kläranlage Kanemachi. Diese filtert gänzlich oder teilweise das Wasser für die folgenden Stadtbezirke: Sumida , Koto und Edogawa, Adachi, Arakawa und Taito sowie Kita und Chiyoda.

Neue Roboter auf dem Weg zum AKW Fukushima: Nachdem der Kontakt zum ursprünglich im AKW Fukushima Daiichi genutzten Roboter Quince abbrach, will man nun nach der Entwicklung neuer Roboter diese ebenfalls im Kernkraftwerk einsetzten und setzt dabei auf zusätzliche Fähigkeiten und Absicherungen. (Spreadnews berichtete am 31. Januar 2012)

Jetzt wurden die beiden neuen Geräte, die auf die Namen Quince 2 und Quince 3 hören, von einem Schulgelände in Narashino (Präf. Chiba) auf einen LKW verladen, der sie nun nach Fukushima bringen soll. Das berichtet die NHK. Eiji Koyanagi, stellvertretender Direktor des “Future Robotics Technology Center (fuRo)” am Chiba Institute of Technology sagte, er rechne damit, dass die Roboter sehr genaue Messungen der Strahlung innerhalb der Anlage durchführen könnten.

Die Demontage der Reaktoren mache den Einsatz von menschlichen Arbeitern notwendig, er hoffe jedoch, dass die Roboter in der Lage sein werden, jene strahlungsärmeren Bereiche auszumachen, in denen die Angestellten dann arbeiten können, ohne sich zusätzlicher starker Strahlung aussetzen zu müssen.

Die neuen Roboter, die mit Klingen zur möglichen Durchtrennung der Kabel des ersten Roboters, drahtlose Verbindung und in einem Fall mit einer höher befestigten Kamera für Aufnahmen aus einem Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente ausgestattet sind, sollen noch vor Ende des Monats ihre Arbeit aufnehmen.

Notfallzentrum lehnte Schilddrüsenuntersuchungen bei Kind ab: Das “Nuclear Emergency Response Headquarters”, das zuständig für die Durchführung von Maßnahmen während des Fukushima-Störfalls war, ignorierte offenbar die Anfragen der Atomsicherheitskommission (NSC), bei Kindern, deren interne Belastung durch Radioaktivität zwar noch innerhalb des maximal zulässigen Wertes lag, jedoch immer noch sehr hoch war, weitere Überprüfungen der Schilddrüsen durchzuführen.

Zwischen dem 26. und 30. März vergangenen Jahres hatte das Notfallzentrum einfache Strahlungsmessgeräte genutzt, um bei 1.080 Kindern zwischen 0 und 5 Jahren die Schwere der Schilddrüsenbelastung durch die Strahlung zu überprüfen. Alle Kinder lebten in Gebieten außerhalb des 30 Kilometer Radius um das AKW Fukushima Daiichi.

In keinem der Fälle wurde der von der NSC festgesetze Wert von 0,2 Mikrosievert pro Stunde überschritten, bei dem andernfalls eine genauere Untersuchung erforderlich gewesen wäre. Bei einem Kind aus Iwaki (Präf. Fukushima) habe man jedoch eine Belastung von 0,1 Mikrosievert gemessen, so dass man eine mögliche Gesamtbelastung der Schilddrüse von Werten um, oder über 30 Millisievert berechnete.

Nachdem die NSC am 30. März über die Ergebnisse informiert worden war, bat die NSC um weitergehende Tests mit einem Schilddrüsenmonitor, da mit diesem genauere Messungen möglich sind. Da radioaktives Jod eine geringe Halbwertszeit hat, ist eine Einschätzung schwierig, wenn nicht von Beginn an Messungen vorgenommen werden, so die NSC.

Auch wenn es wie ein Aprilscherz klingen mag, so entschied sich das Notfallzentrum am 1. April 2011 gegen die Durchführung weiterer Tests. Als Begründung verwies man auf die Schwierigkeiten, einen Schilddrüsenmonitor mit einem Gewicht von einer Tonne zu transportieren, den Umstand, dass das Kind für die Tests lange Reisen unternehmen müsse und das Risiko eine Panik auszulösen, die sowohl das Kind, seine Eltern und die örtliche Gemeinschaft zum Ziel von Diskriminierungen machen würde.

Rückblickend räumt man beim Notfallzentrum ein, wären weitere Tests durchaus sinnvoll gewesen, während die NSC als Bilanz zog, man hätte bei der Wortwahl zur Anfrage zusätzlicher Checks möglicherweise deutlich fordernder sein müssen. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Lediglich fünf Prozent der Katastrophentrümmer entsorgt: In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag erklärte der Umweltminister Goshi Hosono, bislang seien lediglich fünf Prozent der Trümmer, die durch das Tohoku-Erdbeben und den Tsunami entstanden, verbrannt oder anderweitig entsorgt worden. Er rief die Verwaltungen von Präfekturen und Gemeinden dazu auf, bei der Bewältigung des Problems zu helfen.

Insgesamt sind schätzungsweise 22,53 Millionen Tonnen dieser Abfälle in den Katastrophenpräfekturen Fukushima, Iwate und Miyagi angefallen. Viele Präfekturen und Ortschaften fürchten jedoch die Freisetzung von Radioaktivität, wenn sie Trümmer aus diesen Gebieten zur Entsorgung übernehmen. Bei den bisher entsorgten Trümmern handelt es sich nicht um Material aus der Präfektur Fukushima.

Hosono merkte an, die Wiederverwendung von Trümmern aus Beton und Gestein sei vergleichsweise einfach. Das Hauptprobleme stellten die Abfallhölzer dar, deren Verbrennung gescheut wird. Etwa vier Millionen Tonnen dieses Materials müssten von anderen lokalen Verwaltungen übernommen werden, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Der Nachrichtenagentur jiji zufolge, hätten sich nach den Naturkatastrophen zunächst 22.528.000 Tonnen Trümmer in den Küstenregionen der drei Präfekturen gesammelt. Insgesamt 1.176.000 Tonnen wären bislang auf Müllkippen gelagert, wiederverwendet, oder anderweitig entsorgt worden. Ausgenommen davon sind Abfälle aus dem Sperrgebiet um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

Im Vergleich hätte die Präfektur Iwate jetzt ihre Trümmer und Abfälle um acht Prozent, die Präfektur Miyagi um fünf Prozent und die Präfektur Fukushima um vier Prozent verringern können.

AKW Takahama heruntergefahren – nur zwei Japan-AKW aktiv: Nachdem Kansai Electrics Anfang Dienstag den Reaktor 3 am AKW Takahama in der Präfektur Fukui für die alle 13 Monate stattfindenden Routinekontrollen herunterfuhr, sind insgesamt nur noch zwei der insgesamt 54 Kernreaktoren in Japan aktiv. Bei ihnen handelt es sich um den Reaktor 6 am AKW Kashiwazaki-Kariwa, der dem Elektrizitätsanbieter TEPCO gehört, sowie den Reaktor 3 am AKW Tomari (Präf. Hokkaido), das von Hokkaido Electrics betrieben wird.

Wenn beide Anlage am 26. März bzw. Ende April ebenfalls vom Netz gehen, ist damit zu rechnen, dass bereits im Frühling diesen Jahres kein Atomkraftwerk in Japan in Betrieb sein wird, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Die jiji berichtet dagegen, nach dem heutigen Herunterfahren des 870.000 Kilowatt liefernden Takahama-Reaktors, würden die verbleibenden beide Ende April abgeschaltet. Nach dem Herunterfahren aller Kraftwerke zur Wartung, oder aus Sicherheitsgründen, wird für den Sommer eine Versorgungsengpass von sieben Prozent erwartet. Schätzungen zufolge werden die Engpässe bis zu 25 Prozent bei Kansai Electrics betragen. Der Anbieter versorgt die Stadt Osaka, die gleichnamige Präfektur, sowie angrenzende Präfekturen.

Rätsel um Hai im Park löst sich langsam: Mit einer Meldung der Mainichi Shimbun kommt langsam Dunkel in den Fund eines 1,5 Meter langen Lachshais, der am 19. Februar auf dem Parkplatz des Yoyogi-Parks in Tokyo von einem Wachmann entdeckt worden war.

Aussagen von Zeugen nachgehend, die sagten, sie hätten diesen, oder einen ähnlichen Hai als Dekoration eines Sushi-Lokals gesehen, führten die Ermittlungsbeamten zum Betreiber des Lokals. Dieser erklärte, er habe den Fisch am 14. Februar, direkt nach dem Fang gekauft. Da der Hai mit seinen Maßen und dem Gewicht von 102 Kilogramm nicht in die Küche geschafft werden konnte, habe er sich beschlossen, den Fisch auszustellen.

Ein bislang nicht identifizierter Mann, der sich selbst als Künstler bezeichnet hatte, habe dann gegen Mitternacht das Restaurant betreten und gefragt, ob er den Fisch haben könne, anstatt ihn wie sonst üblich zu entsorgen. Gegen 5:00 Uhr des Folgetages, habe der Unbekannte den Hai dann in einem Karren abgeholt. Der Inhaber der Restaurants hatte dann nach Schilderung der Zeitung, jedoch ein ungutes Gefühl über den Verbleib des Haifischs, so dass er einen Zettel an die Fassade seines Lokals klebte, auf dem er um Hinweise bat.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-hohe-strahlungswerte-in-park-in-tokyo/1120440/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Mi 22 Feb 2012 - 2:16

Japaner wollen Meeresboden vor Fukushima zubetonieren
Das Meer vor Fukushima ist offenbar immer noch hoch verstrahlt

Vor dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima soll der Meeresboden zubetoniert werden. Wie der Kraftwerks-Betreiber Tepco mitteilte, wird die Betondecke 60 Zentimeter dick und mehr als 73.000 Quadratmeter groß sein - das entspricht etwa zehn Fußballfeldern.

Damit solle eine weitere Verschmutzung des Ozeans verhindert werden, sagte eine Sprecherin. Bei Messungen in der Bucht seien "relativ hohe Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Meeresboden" festgestellt worden.

Durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschließenden Tsunami war die Atomanlage in Fukushima am 11. März 2011 schwer beschädigt worden. In den Wochen und Monaten nach der Katastrophe gelangte Radioaktivität in die Umwelt und verstrahltes Wasser ins Meer. Zehntausende Menschen mussten das radioaktiv verseuchte Gebiet rund um das Kraftwerk verlassen.
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 23 Feb 2012 - 3:47

Echtzeit-Strahlungsüberwachung in Fukushima gestartet

Am gestrigen Dienstag startete das Ministerium für Wirtschaft, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) das insgesamt 2,6 Milliarden Yen teure System der Echtzeit-Übertragung von radioaktiven Messwerten in der Luft an 2.700 Stellen in der Präfektur Fukushima.

Bürger können somit ab sofort sowohl auf den Geräten vor Ort, als über eine japanischsprachige Webseite der MEXT die in zehn Minuten Intervallen gemessenen Werte in den verschiedenen Regionen der Präfektur verfolgen:

http://radiomap.mext.go.jp/ja/

Betrieben werden die Messstationen mit Solarzellen, die im Gerät enthaltene Mobilfunkeinheit überträgt die Daten dann automatische an einen Server der MEXT. Das System misst an öffentlichen Einrichtungen wie Mittel- und Oberschulen, sowie Parks den Wert der Gamma-Strahlung in einem Abstand von einem Meter über dem Boden. Bei Kindergärten, Kindertagesstätten und Grundschulen beträgt die Distanz zum Boden nur 50 Zentimeter.

Die neue Echtzeit-Messung war Thema mehrerer japanischer Medien, darunter auch der NHK und der Asahi Shimbun.

Fukushima-Protokolle sollen veröffentlicht werden: Japans Chefkabinettssekretär Osamu Fujimura gab auf einer Pressekonferenz am heutigen Tag bekannt, man werde die Protokolle die bei den Krisentreffen der japanischen Führung in der Akutphase der Fukushima-Krise angefallen waren, so gut wie möglich wieder zusammenstellen. Eine Veröffentlichung der Protokolle ist für Ende des Monats geplant.

Damit reagiert Japan auf die Veröffentlichung der Krisenprotokolle durch die Nuclear Regulatory Commission
der USA. Fujimura entschuldigte das Versäumnis, das bei den Treffen des Krisenstabs keine Protokolle angelegt worden waren mit dem Umstand, das es eine sehr schwere Katastrophe gewesen sei und den Teilnehmern die Wichtigkeit von Protokollen nicht gänzlich bewusst war. Er bezeichnete die Zusammenstellung von Protokollen als entscheidend für die Regierung, um den Willen Verantwortung zu übernehmen, zu demonstrieren. Das berichtet die NHK.

Urteil gegen Sea Shepherd Aktivisten in Japan gesprochen: Im Fall von Erwin Vermeulen, einem niederländischen Aktivisten der militanten Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, wurde am heutigen Mittwoch vor einem örtlichen Gericht in Japan das Urteil gesprochen. Vermeulen war am 16. Dezember 2011 festgenommen worden, nachdem ein Mann behauptet hatte, bei dem Versuch, ein wegen des Transport von Delfinen gesperrtes Gebiet am Walfangort Taiji zu betreten, habe Vermeulen ihn vor die Brust geschlagen.

Das Gericht kam nun zu dem Schluss, dass die Zweifel der Veteidigung an den Behauptungen des Klägers berechtigt sind. Der Richter Satoshi Shibayama schloss sich auch der Argumentation der Verteidigung an, die erklärt hatte, Vermeulen habe zum Zeitpunkt der angeblichen Tat ein Funkgerät in der einen, sowie eine Kamera mit Stativ in der anderen Hand gehalten, so dass der ihm zur Last gelegte Angriff, nicht in der vom Kläger behaupteten Weise stattgefunden haben könne.

Es blieben daher, so Richter Shibayama, Zweifel an die Glaubwürdigkeit der Aussage, die zudem der einzige Beweis für die Tat sei. Aus diesem Grund wurde Erwin Vermeulen nach dem Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten zu entscheiden, vom Gericht in Wakayama freigesprochen. Der Prozess war Thema mehrerer japanischer Medien darunter die Nachrichtenagenturen Kyodo und jiji.

Sea Shepherd hatte stets betont, bei der Anklage handele es sich um einen Vorwand um sich politisch an den Niederlanden zu rächen, da viele Schiffe der Organisation dort registriert sind. Allerdings könnte, einer Meldung der Kyodo zufolge ein weiteres Problem auf die Umweltschützer zukommen.

Die Regierung der Niederlande hat dem Parlament einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem die Registrierung von Schiffen, die in gefährliche Handlungen verwickelt sind, aufgehoben werden kann.

Die japanische Regierung teilte am Dienstag mit, der Antrag sei nach den Störaktionen von Sea Shepherd eingereicht worden. Dies sei am selben Tag während eines Treffens zwischen Maxime Verhagen, stellvertretendem Premierminister der Niederlande, sowie Michihiko Kano vom japanischen Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei in Tokyo bekannt geworden.

Dennoch machte Verhagen bei dem Treffen mit Kano die Haltung der Niederlande deutlich. Das Land sei gegen den Walfang, auch gegen den vorgeblich zu Forschungszwecken durchgeführten Walfang, auf den sich die Japaner berufen.

Bürgermeister von Nagoya verweigert Nanking-Entschuldigung: Nachdem Takashi Kawamura, Bürgermeister der Stadt Nagoya am Montag, bei einem Treffen mit Vertretern der chinesischen Partnerstadt Nanking, das japanische Kriegsverbrechen des Nanking-Massakers während der Zweiten Weltkriegs leugnete, hat die Verwaltung der chinesischen Stadt vorübergehend den Austausch mit Nagoya abgebrochen.

Kawamura hatte erklärt, im Jahr 1937 habe es dort lediglich reguläre Kampfhandlungen gegeben, von einem sechs Wochen dauernden Morden an etwa 200.000 Zivilisten und Kriegsgefangenen, sowie den rund 20.000 Vergewaltigungen sei dagegen nicht auszugehen. Der Bürgermeister stellte anschließend fest, er beteilige sich auch gerne an einer entsprechenden Diskussion.

Am heutigen Mittwoch sagte Kawamura gegenüber der Presse, er beabsichtige nicht, seine gemachten Bemerkungen zurückzunehmen. Stattdessen wolle er seine Ansichten genauer darlegen. Da ihm an freundschaftlichen Beziehungen zur chinesischen Partnerstadt gelegen sei, plane er einen Besuch in China um dort Erklärungen abzugeben.

Die Entscheidung von Nanking, stattdessen die Kontakte nach Nagoya auf Eis zu legen, machte in China Schlagzeilen und auch im Internet wurde Kawamura von chinesischen Bürgern für seine revisionistischen Aussagen kritisiert.

Vermittelnd wirkt dagegen die Bemerkung von Wang Yang, Sekretär des kommunistischen Provinzkomitees von Guandong, Japan und China sollten Angelegenheiten, bei denen es um unterschiedliche Wahrnehmungen der Geschichte gehe, ruhig handhaben. Es ist das erste Mal, dass eine chinesische Führungsstelle zu den umstrittenen Aussagen äußert.

In beiden Ländern gebe es Personen mit extremen Ansichten zur Geschichte, was sich auch in ihren Handlungen äußere, aber diese würden nur einen kleinen Teil des großen Ganzen ausmachen, so der Politiker der Nachrichtenagentur jiji zufolge.

Rätsel um Hai in Park von Tokyo gelöst: Indem sie sich auf Polizeiquellen beruft, erklärt die Mainichi Shimbun das Rätsel um den Lachshai, der am 19. Februar auf einem Parkplatz am Eingang des beliebten Yoyogi-Parks im Tokyoter Bezirk Shibuya gefunden worden war, jetzt für gelöst.

Demnach habe ein 25 Jahre alter Hobbyfotograf den Hai am 15. Februar vom Betreiber eines Sushi-Restaurants erworben und zunächst im Haus eines Freundes untergebracht. In der Nacht vom 18. Februar hätten er und einige Freunde den Körper zum Yoyogi-Park geschafft und dort Fotos des Fischs in der Nähe des Fahrradabstellplatzes gemacht.

Ursprünglich habe der Mann das tierische Fotomotiv anschließend wieder mitnehmen wollen, musste jedoch feststellen, dass der über 100 Kilo wiegende tote Körper zu schwer für eine Einzelperson ist. Daher habe er den Körper mit einer blauen Plane abgedeckt, in der Absicht am folgenden Nachmittag wiederzukommen.Dies war jedoch nicht mehr möglich, da zuvor ein Wachmann bei einem Kontrollgang den ungewöhnlichen Fund machte.

Gegenüber der Polizei entschuldigte sich der Hobbyfotograf und erklärte er sei überrascht, welches Aufsehen die Aktion erregt habe. Obwohl die Polizei in dem Fall wegen illegaler Abfalllagerung ermittelt hatte, plane man nun keine weiteren Untersuchungen einzuleiten, da bei dem Befragten offenbar kaum kriminelle Absichten vorlagen.

Bis zur Abholung zur endgültigen Entsorgung, verblieb der Körper des Tieres noch bei der örtlichen Polizei.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tepco-will-meeresboden-vor-akw-fukushima-mit-zement-abdecken/1120457/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 23 Feb 2012 - 7:24

Ich finds toll das du so viele Infos postest \^o^/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 23 Feb 2012 - 7:25

Dankeschön Chiaki-Chan ^.^ Ich geb mir auch Mühe damit Smile
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 23 Feb 2012 - 7:26

he da schließ ich mich aber an O:
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 23 Feb 2012 - 7:31

Danke Danke Smile Finds gut zu wissen dass ich damit nicht nerve oderso ^.^
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Fr 24 Feb 2012 - 3:32

Fukushima-Betreiber lockert Pflicht für Schutzkleidung

Gestern begann der Artikel mit der Meldung über den Drogenmissbrauch eines Journalisten der Asahi Shimbun, heute können wir dagegen melden, dass der NHK für ihre Berichterstattung über Japans jüngste Krise ein britischer Journalistenpreis verliehen wurde.

Auch wenn eine derartige Ehrung, trotz des Umstandes, dass wir seit Beginn der Krise aus Fukushima aktuell wochentags täglich berichten, für uns noch aussteht, so gibt es auch heute wieder Fukushima News, sowie weitere Meldungen aus Japan.

So geht es unter anderem um die Arbeitsbedingungen der Fukushima-Arbeiter, Hacking und Walfang. Die Meldungen im Detail gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Februar 2012.

Unsere heutigen Themen
■TEPCO lockert Pflicht für Schutzkleidung
■Aufbereitung von Brennstäben teurer als direkte Entsorgung
■Kronprinz Naruhito mit Geburtstagskonferenz
■Tofu aus Paraguay für japanische Katastrophenopfer
■Sea Shepherd behindert Japans Walfänger erneut
■Webseiten-Angriffe nach Leugnung des Nanking-Massekers

TEPCO lockert Pflicht für Schutzkleidung: TEPCO hat eine Pressemeldung herausgegeben, in der die Lockerung der Schutzkleidungspflicht erklärt. Ursprünglich mussten die Arbeiter auf dem gesamten Gelände des AKW Fukushima Daiichi neben den Schutzanzügen auch Atemschutzmasken tragen die das gesamte Gesicht bedeckten. Bereits im November 2011 war die Plicht dann erstmals gelockert worden, da der Grad an Radioaktivität abnehme.

Nun teilt das Unternehmen mit, bislang hätten die Arbeiter Masken mit Filtern aus Aktivkohle getragen, die dazu dienen, radioaktives Jod und weitere Partikel zu filtern, da es sich nach Ausbruch der Krise um das am stärksten vorhandene radioaktives Material gehandelt habe. Außerhalb des Hauptgebäudes und der Aufenthaltsbereiche habe auf dem gesamten Gelände eine Pflicht zum tragen von geschlossenen Ganzkörperschutzanzügen aus Materialien wie Tyvek® bestanden.

Da eine weiterhin fallende Tendenz bei radioaktivem Material festgestellt worden sei – seit September vergangenen Jahres hätten etwa die Werte für Jod unterhalb der messbaren Werte gelegen – habe man sich entschieden, die Handhabung von Schutzanzügen und Aktivkohle-Filtermasken anzupassen.

■Filtermasken: In bestimmten Bereichen wird der bisherige Schutzmasken-Filtertyp durch einen Staubfilter ersetzt werden, in dem sich dann die verbleibenden Partikel sammeln.
■Schutzanzüge: In den gleichen Bereichen wird auch der geschlossene Ganzkörper-Schutzanzug durch allgemeine Arbeitskleidung ersetzt werden.

Um welche Bereiche es sich dabei handelt ist auf Karten des Kraftwerksgeländes ersichtlich. Die Änderung der Konzepte für die Arbeitsbedingungen wurde TEPCO zufolge der Atomenergiesicherheitsbehörde (NISA), die dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie untersteht mitgeteilt. Die NISA akzeptierte die geplanten Konzeptänderungen. Die neue Regelung, welche die Arbeiter weiter entlasten soll, wird daher am 1. März 2012 in Kraft treten, so der Energiekonzern.

Aufbereitung von Brennstäben teurer als direkte Entsorgung: Eine Untergruppe von Japans Atomernergiekommission, gab am heutigen Donnerstag bekannt, dass man aufgrund von Berechnungen zu dem Schluss gekommen sei, dass die Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente teurer ist, als ihre Entsorgung.

Nach Abschluss der Auswertungen von fünf vorgeschlagenen Möglichkeiten zum zukünftigen Verlauf von Japans Brennelemente-Kreislauf stellte die Gruppe fest, dass die Wiederverwendung von Brennstäben ein effektiver Weg sei, um Japans begrenzte Uranquellen zu nutzen. Allerdings würde eine Entsorgung des Materials nur die Hälfte der Kosten verursachen, die bei einem Wiederaufbereitung anfällt, berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Hauptsächlich auf diesem Ergebnis basierend, sollen nun innerhalb der Gruppe Diskussionen erfolgen, so dass man frühestens im April die ermittelten Möglichkeiten für die Zukunft der Brennstäbe-Verarbeitung in Japan präsentieren kann.

Kronprinz Naruhito mit Geburtstagskonferenz: In einer Pressekonferenz zum Anlass seines heutigen Geburtstags, sprach Kronprinz Naruhito unter anderem auch über die Entlastung seines Vaters. Angesichts des Alters von 78 Jahren sei es angebracht, die Belastung des Tenno durch öffentliche Verpflichtungen zu verringern.

Während er in Bezug auf eine Altersbegrenzung für Japans Herrscher erklärte, es gebe mehrere Möglichkeiten, äußerte er sich nicht zu der jüngst viel diskutierten Überlegung, weiblichen Mitgliedern der kaiserlichen Familie die bürgerlich heiraten, die Etablierung eines eigenen Familienzweiges zu ermöglichen, anstatt diesen abgeben zu müssen.

Die Naturkatastrophen des 3/11 würden ihn beschäftigen, so der Kronprinz. Es sei wichtig, dass die Menschen weiterhin an jene denken, die mit den Folgen des Tohoku-Erdbebens und der Folgekrisen immer noch zu kämpfen hätten, und ihnen wann immer möglich zu helfen. Er und seine Gemahlin, Kronprinzessin Masako, würden weiter mit den Opfern fühlen und auf einen schnellen Wiederaufbau hoffen. Dies berichteten NHK und Kyodo.

Sea Shepherd behindert Japans Walfänger erneut: Gestern erst wurde der niederländische Aktivist Erwin Vermeulen von einem japanischen Gericht freigesprochen, schon melden Kyodo und NHK eine weitere Störaktion der radikalen Umweltschutzorganisation Sea Shepherd. Die Mitglieder der Gruppierung warfen Flaschen mit übelriechender Buttersäure und Farbe auf das japanische Harpunenschiff “Daisan Yushin Maru” (Yushin Maru 3).

Die Störaktion, die um 11:25 Uhr begann und in deren Verlauf erneut versucht wurde, die Schiffschraube durch Taue zu blockieren, dauerte fünf Stunden an und wurde von drei kleinen Booten aus durchgeführt.

Nach Angaben der japanischen Fischereibehörde wurde ein Mannschaftsmitglied des Walfängers von Buttersäure im Gesicht getroffen, erlitt jedoch keine Verletzungen. Die Japaner reagierten auf die Attacke mit mehr als 50 Farbkugeln zunächst mit Warnungen, bevor Wasserkanonen zum Einsatz kamen, so die Fischereibehörde.

Die seit Januar andauernden Blockadeversuche der Umweltaktivisten gegen den Walfang Japans, der offiziell nur wissenschaftlichen Zwecken dienen soll, werden von den japanischen Behörden als inakzeptabel bezeichnet, da sie das Leben der Mannschaften auf den Walfangschiffen gefährdeten.

Tofu aus Paraguay für japanische Katastrophenopfer: Am Tofu, der asiatischen Spezialität, die aus einer Sojabohnenmasse gewonnen und dann in Blockform gepresst wird, scheiden sich die Geister. Vegetarier und Veganer schätzen ihn als Quelle für pflanzliches Protein, in mehreren asiatischen Kochtraditionen ist er Standardzutat. Andererseits führen Vorurteile, falsche Erwartungen an Fleischimitatprodukte und schlechte Zubereitung auch zu Ekelreaktionen.

Für die Überlebenden des Tohoku-Erdbebens und des damit verbundenen Tsunami wurde er jedenfalls zu einem kostbaren Geschenk – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Japanische Tofuhersteller in Südamerika verarbeiteten insgesamt 100 Tonnen von Landwirten aus Paraguay gespendete Sojabohnen zu einer Gesamtzahl von einer Million Paketen Tofu. Das berichteten Mitglieder des Hilfsprojekts.

Die Kosten für Herstellung und Transport aus Paraguay wurden dabei gänzlich von japanischen Gemeinschaften in Paraguay und der Regierung des Landes getragen, berichtet die Mainichi Shimbun unter Bezug auf die Nachrichtenagentur Kyodo. Gegenwärtig produzieren etwa 750 Japaner und Einwohner Paraguays mit japanischer Herkunft dort Sojabohnen.

Insgesamt 30 Tonnen an Sojabohnen sind bislang noch nicht genutzt, so dass die Mitglieder des Projekts eine weitere Versorgung der Katastrophenopfer in Japan anstreben, obwohl das gesetzte Ziel von einer Million Pakete bereits erreicht ist.

Webseiten-Angriffe nach Leugnung des Nanking-Massekers: In China berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, über die Reaktionen auf die Äußerungen des Bürgermeisters der japanischen Stadt Nagoya. Takashi Kawamura hatte bei einem Treffen mit Vertretern der chinesischen Partnerstadt Nanking, die dort während des Zweiten Weltkriegs von der kaiserlichen japanischen Armee verübten Kriegsverbrechen geleugnet und als reguläre Kampfhandlungen bezeichnet.

Luo Zhaohui, Leiter der Abteilung für asiatische Angelegenheiten im chinesischen Außenministerium, sprach bei einem Treffen mit Shinsuke Sugiyama, Generaldirekter des Büros für asiatische und ozeanische Angelegenheiten des japanischen Außenministeriums, von einer Kränkung der Gefühle der Chinesen.

Sugiyama entschuldigte sich und erklärte, es habe sich um eine “persönliche Meinung” des Bürgermeisters gehandelt, die in keiner Weise die Haltung und Sichtweise der japanischen Regierung wiederspiegeln würde, so die Meldung der Xinhua.

Japans Chefkabinettssekretär Osamu Fujimura sagte am Mittwoch, diese Angelegenheit betreffe die beiden Partnerstädte Nanking und Nagoya, die Regierungen des Staates sollten sich aus dem Konflikt heraushalten.

Während einer Dauer von sechs Wochen tötete die kaiserliche japanische Armee im Jahr 1937 tausende von Zivilisten und Kriegsgefangenen und vergewaltigte Frauen und Mädchen. Nach Ansicht Chinas betragen die Zahlen der Todesopfer mehr als 300.000, während Japan unter Berücksichtigung mehrere Schätzungen von 20.000 bis 30.000 Opfern spricht.

Unterdessen nehmen verärgerte Chinesen das Gesetz offenbar in die eigene Hand. Wie die Stadt Nagoya nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo meldet, kam es zu einem Angriff auf die Webseite eines öffentlichen, von der Stadt betriebenen Zoos. Dabei wurde die Webseite durch ein so genanntes Defacement verunstaltet.

Statt des üblichen Angebots prangten auf der Webseite Schriftzüge in chinesischer und japanischer Sprache, in denen Geschichtsmanipulation und die Anerkennung des Nanking-Massakers hervorgehoben werden.

Die Geschehnisse der jüngsten chinesischen Vergangenheit, in der sich mehrere tibetische Mönche und Nonnen selbst anzündeten, um gegen die Unterdrückung ihrer Kultur nach der Zwangsweisen Eingliederung Tibets in die Volksrepublik China zu demonstrieren und die Verstöße gegen Menschenrechte beim Umgang mit Systemkritikern zeigt jedoch, dass sich das moderne China keineswegs auf einer empörten Opferrolle ausruhen kann.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-fukushima-betreiber-lockert-pflicht-fur-schutzkleidung/1120484/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Fr 24 Feb 2012 - 11:34

Radioaktives Cäsium in Holzofen-Asche weit über Grenzwert

Mit dem nahenden Wochenende präsentierte der Betreiber TEPCO zum AKW Fukushima aktuell Aufnahmen, die aus dem vergangenen Jahr stammen und nun der Presse zur Verfügung gestellt wurden.

Unterdessen zeigen Funde von belasteter Asche und kontaminiertem Abfall allerdings wieder einmal, dass die Auswirkungen der Krise nicht alleine auf das Gelände des Kraftwerks beschränkt sind.

Daneben gibt es jedoch auch wie üblich nicht nur die Fukushima News sondern auch weitere Meldungen – im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Februar 2012.

Die Themen am heutigen Freitag:

■Asche aus Öfen in Minamisoma über Grenzwert
■AKW-Expertentreffen in Japan
■Gouverneur von Fukui gegen AKW-Neustart
■Staub aus Klärschlamm stark radioaktiv belastet
■Regierung bittet um Kooperation für Schweigeminute
■Letzte Notunterkünfte in Krisenpräfekturen geschlossen
■Tenno beginnt mit Reha-Maßnahmen
■US-Behörden gehen gegen Yakuza vor

Asche aus Öfen in Minamisoma über Grenzwert: Wie das Umweltministerium heute mitteilte, habe man in Asche, das aus Holzöfen in Minamisoma (Präf. Fukushima) stamme, radioaktives Cäsium nachgewiesen, dessen Konzentratiom den zulässigen Grenzwert um das dreißigfache übersteige.

In der Asche habe man 240.000 Becquerel pro Kilogramm gemessen. Der von der Regierung zugelassene Maximalwert für nichtkommerzielle Abfälle beträgt dagegen nur 8.000 Bequerel, so das Ministerium.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur jiji wurden auch in Kawamata Grenzwerüberschreitungen festgestellt. Hier betrugen die ermittelten Werte 163.000 Becquerel pro Kilogramm. Das verfeuerte Holz war in den Wäldern der umliegenden Berge gesammelt und zum Heizen von Bädern verwendet worden. Als Ursache für die Kontamination wird radioaktives Material aus dem AKW Fukushima Daiichi genannt.

AKW-Expertentreffen in Japan: Ein von der Regierung ernannter Ausschuss, der sich mit der Ursache der Nuklearkatastrophe am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi befasst, begann am heutigen Freitag mit einem zweitägigen Treffen, um Ratschläge internationaler Experten zu den laufenden Untersuchungen einzuholen.

Für den Juli wird die Zusammenstellung eines Endberichts erwartet, erklärte ein Professor zu Beginn des Treffens. Insgesamt wurden fünf Experten, aus den USA, Frankreich und Korea eingeladen. Nachdem sie am gestrigen Donnerstag die Anlage besichtigt hatten, sollen nun die, auf einem 500 Seiten starken Zwischenbericht vom Dezember letzten Jahres basierenden, bislang ermittelten Erkenntnisse diskutiert werden.

Gouverneur der Präfektur Fukui gegen AKW-Neustart: Der Gouverneur der Präfektur Fukui, Issei Nishikawa hat auf einem, am Freitag begonnenen Treffen erneut seinen Standpunkt verdeutlicht, solange die Regierung keine strengeren Sicherheitsstandards einführe, werde er kein erneutes Hochfahren von Reaktoren in seiner Präfektur genehmigen. Das berichtet die NHK

Nishikawa sagte, die Regierung müsse ihre widersprüchlichen Aussagen über die Fukushima-Katastrophe korrigieren, die Notwendigkeit von Kernkraftwerken und deren Neustart begründen und die Zustimmung der Bevölkerung hierfür gewinnen.

Zunächst solle die Regierung provisorische Standards festsetzen, bei denen die bisherigen Erkenntnisse aus dem Fukushima-Unglück einfliessen müssten. Eine entscheidende Vorbedingung für den Neustart sei zudem die Durchführung strenger Tests auf Basis der neuen Standards.

Die Atomsicherheitskommission (NSC) untersucht nun die Ergebnisse der ersten Stresstests, die von der NISA für zwei Reaktoren in der Präfektur vorgelegt worden waren. Die Ergebnisse für diese, sowie 14 weitere, waren an die Regierung übermittelt worde. Eine Entscheidung über Neustarts steht jedoch noch aus. Bislang hat zudem keine der örtlichen Verwaltungen ihr Einverständnis zu einem Neustart gegeben.

Staub aus Klärschlamm stark radioaktiv belastet: Im Staub der beim Schmelzen von getrocknetem Klärschlamm auf etwa 1.200 Grad entsteht, was dessen Menge auf ein Dreißigstel des ursprünglichen Volumens reduziert, wurden in einem Klärschlammlager einer Kläranlage der Stadt Koriyama sehr hohe Werte an radioaktivem Cäsium nachgewiesen.

Der höchste gemessene Wert betrug 2,47 Millionen Becquerel pro Kilogramm Staub, während der niedrigste Wert bei 47.430 Becquerel lag. Die Gesamtmenge des Staubs beträgt 58 Tonnen. Dieser wird dann in Säcke gefüllt, welche dann in Betonbehälter gepackt werden. Diese Behälter bleiben dann auf dem Gelände der Anlage. Aus diesem Grund geht man auch davon aus, dass kein Material aus der Anlage gelangt sei, so eine Meldung der jiji.

Wie die Präfekturleitung mitteilte, sollen radioaktiv belastete Abfälle mit Werten von mindestens 100.000 Becquerel pro Kilogramm künftig in einem Übergangslager verbleiben, dass in der Präfektur gebaut werden soll.

Regierung bittet um Kooperation für 3/11 Schweigeminute: Das japanische Kabinett stimmte den Plänen der Regierung zu, Japans Bevölkerung zum Jahrestag des Tohoku-Erdbebens und des Tsunami am 11. März um die Teilnahme an einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer teilzunehmen zu bitten.

Regierungsgebäude, Schulen und Unternehmen sollen zudem die Nationalflagge Hinomaru auf Halbmast setzen. Stattfinden soll der Moment des Gedenkens um 14:46 Uhr Ortszeit – dem Zeitpunkt an dem sich das Erdbeben ereignete. Für denselben Tag ist eine Gedenkveranstaltung am Nationaltheater in Tokyo geplant.

Das Kabinettsbüro wird eine Botschaft von Premierminister Yoshihiko Noda auf der Webseite veröffentlichen, mit der die Öffentlichkeit um Unterstützung gebeten wird. Das berichtet die NHK.

Letzte Notunterkünfte in Krisenpräfekturen geschlossen: Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Auffanglager und Notunterkünfte in den Präfekturen Iwate und Miyagi geschlossen worden waren, schloss am gestrigen Donnerstag auch die letzte verbliebene Notunterkunft in der Stadt Fukushima.

Man unterschied dabei zwischen primären und sekundären Notunterkünften. Erstere waren die Auffanglager wie sie nach den Naturkatastrophen in Sporthallen und Schulen eingerichtet worden waren, während es sich bei Zweiterem um Gasthäuser und Hotels handelte, in denen die Flüchtlinge vorübergehend unterkamen.

Die Präfektur Fukushima verfügte über etwa 410 primäre und 546 sekundäre Notunterkünfte. In den primären Anlagen lebten zu den Höhepunkten der Krise etwa 47.000 Personen. Diese wurden am 28. Dezember 2011 geschlossen. In den sekundären Anlagen wurde die Höchstzahl im Juni vermeldet. Zu diesem Zeitpunkt verblieben bis zu 18.000 Personen in den Hotels.

Trotz der offiziellen Schließung aller Notunterkünfte in den drei Präfekturen, dient eine frühere Schule in Kazo (Präf. Saitama) immer noch als vorübergehende Unterkunft für frühere Einwohner von Futaba (Präf. Fukushima). Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Tenno beginnt mit Rehabilitionsmaßnahmen nach Herz-OP: Mit ersten Schritten in seinem Zimmer begann am Donnerstag das Reha-Programm für den 78 Jahre alten Tenno, nachdem er sich zuvor einer Bypass-Operation unterziehen musste. Die Maßnahmen würden langsam ausgeweitet, so dass er etwa auf den Gängen der Klinik gehen könne. Das teilte das kaiserliche Hofamt mit. Währen die Gattin des Tenno, die kaiserliche Gemahlin Michiko ihrem Ehemann Blumen mitbrachte, überlege das Hofamt, auf welche Weise die Pflichten des Tenno nach dessen Entlassung aus dem Krankenhaus gemindert werden könnten.

US-Behörden gehen gegen Yakuza vor: Die als Yakuza bekannten kriminellen Organisationen in Japan, sind auch im Zusammenhang mit dem Tohoku-Erdbeben und der Fukushima-Krise ein Thema, um das sich viele Spekulationen ranken. So wird der Yakuza vorgeworfen, Schuldner und Arbeitslose als billige Arbeitskräfte an Kraftwerksbetreiber zu vermitteln, wo diese in besonders stark verstrahlten Bereichen arbeiten sollen (Thema das Films “Nuclear Ginza” von 1995, und eines Buchs des des japanischen Undercover-Journalisten Tomohiko Suzuki von 2011).

Andererseits präsentiert sich die Yakuza bei schweren Katastrophen gerne als Helfer der Bevölkerung. So habe die Yamaguchi-gumi etwa beim großen Hanshin-Erdbeben von Kobe 1995 für Hilfslieferungen gesorgt, noch bevor die Maßnahmen der Regierung begannen. Ähnliches soll beim Tohoku-Erdbeben 2011 geschehen sein, als die Inagawa-kai und weitere Gruppen ihre Hilfe zur verfügen stellten – diesmal jedoch, aufgrund des stärkeren Vorgehens der Polizei in den vergangen Jahren, ohne Darstellung ihrer Kennzeichen.

Doch egal welche Schilderung oder Vorstellung einem lieber ist – die US-Regierung geht jetzt gegen die größte der Yakuza-Gruppen, die international agierende Yamaguchi-gumi, vor. Das Finaznministerium der USA erklärte am gestrigen Donnerstag, man werde die Konten der Gruppierung und des Anführers Shinobu Tsukasa (Realname Kenichi Shinoda) , sowie dessen zweitem Mann Kiyoshi Takayama. einfrieren. Dies sei ein Teil der Bemühungen, länderübergreifende Verbrecherorganisationen vom weltweiten Finanzsystem zu isolieren.

Auch geschäftliche Transaktionen mit der Yamaguchi-gumi und ihren beiden Führungspersonen, sollen gesetzlich verboten werden. Entsprechende Meldungen fanden sich in mehreren japanischen Medien, darunter auch bei der Nachrichtenagentur jiji.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-radioaktives-casium-in-holzofen-asche-weit-uber-grenzwert/1120510/
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Sa 25 Feb 2012 - 3:12

Fukushima-Betreiber
Alle Tepco-Direktoren müssen gehen


Die japanische Regierung will alle 17 Tepco-Direktoren austauschen, um die Vorfälle um die Fukushima-Katastrophe gänzlich aufarbeiten zu können. Das Unternehmen hat keine Wahl: Ohne den Wechsel gibt es keine Staatshilfen.

Tokio - Erst Hilfsgelder in Milliardenhöhe, jetzt der Leitungswechsel: Einem Zeitungsbericht zufolge will die japanische Regierung beim Fukushima-Betreiber Tepco das komplette Direktorium auswechseln. Die Regierung habe beschlossen, dass alle 17 Mitglieder gehen müssten, um die Verantwortlichkeiten im Management nach der Fukushima-Katastrophe genau klären zu können, berichtete die Zeitung "Mainichi" am Samstag.

Der Wechsel sei auch Bedingung für die insgesamt 13 Milliarden Dollar an öffentlichen Hilfsgeldern für Tepco, hieß es in dem Bericht. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung beschlossen, dem Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima weitere 689,4 Milliarden Yen (6,7 Milliarden Euro) zu zahlen, damit der angeschlagene Konzern die massiven Entschädigungszahlungen leisten kann.

Tepcos Überleben als unabhängiges Unternehmen steht seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011, bei dem das AKW Fukushima Daiichi schwer beschädigt wurde, in Frage. Der Konzern sieht sich mit riesigen Entschädigungszahlungen, Aufräumkosten sowie steigender Kosten für Ersatzbrennstoffe konfrontiert.

Beschlossen hatte der Konzern bereits, dass Großkunden ab April 17 Prozent mehr zahlen müssen. Kritiker fordern, dass das Unternehmen mehr Anstrengungen aufbringen müsse, intern Kosten zu sparen.

Die Regierung plant, die Zahl der Mitglieder im neuen Direktorium zu halbieren. Die Veränderungen sollen Thema einer Tepco-Aktionärsversammlung im Juni sein.

Die Atomkatastrophe im Tepco-Kraftwerk Fukushima vor knapp einem Jahr hat dem Konzern hart zugesetzt. Tepco liefert fast 45 Millionen Menschen den Strom. Durch die Annahme der Milliardenhilfen wäre der Unglücksbetreiber de facto verstaatlicht.

Quelle http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,817505,00.html
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 28 Feb 2012 - 0:58

Tod eines Fukushima-Arbeiters durch Überarbeitung anerkannt

Vergangene Woche berichteten wir über einen Journalisten der Asahi Shimbun, der wegen Drogenmissbrauchs belangt wurde und jetzt folgte am Sonntag bereits die Meldung der Festnahme eines Programmdirektors wegen Drogenbesitzes der NHK. Wir dagegen versichern, dass das einzige Aufputschmittel unserer aktiven Mitarbeiter aus japanischem Grüntee besteht.

Einiges hat sich an diesem Wochenende ereignet, und während die japanische Punkband SCRAP musikalisch gegen TEPCO vorgeht, berichten wir an dieser Stelle über das, was in Fukushima aktuell geschah, wie etwa den Tod eines Arbeiters, die Ablehnung der Atomkraft und zeigen Fotos einer Notfallübung von TEPCO. Weitere Fukushima News jetzt Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Februar 2012.

Die Themen zum Wochenbeginn:

■Wasserleck an Rohren von SARRY
■Überarbeitung von Fukushima-Arbeiter als Todesursache anerkannt
■TEPCO zeigt Katastrophenübung
■Menschenkette gegen AKW Tokai
■Flugverbotszone um AKW Fukushima verringert
■Bürgermeister boykottieren Gespräche über Zwischenlager
■Dekontaminationszentrum in Fukushima eröffnet
■Mögliche Einflußnahme auf Kontrollgremium
■Rauch am AKW Kashiwazaki-Kariwa
■Niederländisches Sea Shepherd Mitglied wieder aktiv

Wasserleck an Rohren von SARRY: Am Samstag entdeckten gegen 8:30 Uhr Ortszeit ein TEPCO-Angestellter, sowie der Arbeiter eines Partnerunternehmens ein Wasserleck an einem angeschweissten Teil der Leitung der zweiten Cäsiumfiltereinheit (SARRY), die im ersten Stock des Gebäudes einer Abfallentsorgungseinheit für Feststoffe untergebracht ist.

Das Leck habe sich lediglich auf einen Tropfen pro Sekunde beschränkt. Bislang seien etwa 10 Liter ausgetreten, jedoch nicht aus dem Gebäude herausgelangt. Um 10:44 Uhr habe man SARRY abgestellt und ein Ventil oberhalb des Lecks geschlossen, um weiteren Wasseraustritt zu verhindern. Um 11:10 Uhr wurde der Wasseraustritt für gestoppt erklärt.

Eine Messung der Oberflächenradioaktivität ergab 4 bis 5 Millisievert pro Stunde. TEPCO kündigte an, das Wasser zu analysieren und die genaue Konzentration der Radioaktivität im freigesetzten Wasser zu überprüfen. Sie gaben dann die Werte in folgender Weise an.

■Jod-131: Nicht nachweisbar
■Cäsium-134: 1.3 x 105 Becquerel pro Kubikzentimeter
■Cäsium-137: 1.8 x 105 Becquerel pro Kubikzentimeter

Die Dekontamination des angesammelten Wassers wurde durch die kurzfristige Abschaltung von SARRY nicht behindert, zudem bestünden noch ausreichende Bestände an bereits gereinigtem Wasser, so dass es keinen Einfluss auf die Kühlung des Reaktors habe.

Überarbeitung von Fukushima-Arbeiter als Todesursache anerkannt: Nach Angaben des Rechtsanwalts der Hinterbliebenen, wurde der tödliche Herzinfarkt von Nobukatsu Osumi, einem 60 Jahre alten Arbeiter, am 13. Mai vergangenen Jahres jetzt als Folge der Überarbeitung anerkannt.
Dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales zufolge, ist dies das erste Mal seit Beginn der Krise, dass der Tod eines Angestellten als Überarbeitung eingestuft wurde.

Der Herzinfarkt wird auf die extrem körperliche und geistige Belastung zurückgeführt, der sich der Angestellte durch Nachtarbeit, dem Tragen von Schutzkleidung und Arbeit an Rohranlagen ausgesetzt sah. Er hatte bereits am zweiten Arbeitstag über Unwohlsein geklagt und war dann verstorben (Spreadnews berichtete).

Die Einschätzung von Osumis Tod könnte ähnliche Entscheidungen nach sich ziehen, denn insgesamt gibt es bereits 35 Fälle in denen Entschädigungsforderungen im Zusammenhang mit der Atomkatastrophe gefordert werden. Dabei geht es auch um den Tod zwei weiterer Arbeiter, die durch den Tsunami starben.

TEPCO zeigt Katastrophenübung: Nachdem gefährlich hohe Temperaturen in der jüngeren Vergangenheit ein entgleisen der Kontrolle über die Situation am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi befürchten liess, will der Betreiber mit einer Katastrophenübung nun offenbar weiteren Bedenken entgegenwirken. Zu den Bildern die am Sonntag und heutigen Montag aufgenommen worden waren, gehören Fotos von der Sicherstellung der Stromversorgung, sowie von Löscheinsätzen, der Einleitung von Kühlwasser, der Strahlungsmessung und Ersten Hilfe.

Menschenkette gegen Neustart des AKW Tokai: Wie die Mainichi Shimbun heute berichtet, versammelten sich etwa 700 Menschen zunächst in einem Park, bevor sie durch die Straßen zogen und beim erreichen des wegen Wartungsarbeiten heruntergefahrenen Atomkraftwerks Tokai 2, die einen Kilometer lange Menschenkette bildeten. Einige Teilnehmer der Aktion, die von mehreren Organisationen ausgerichtet worden war, hatten über den Mikrobloggingdienst Twitter von dem Protest erfahren und waren eigens aus anderen Präfekturen angereist.

Flugverbotszone um AKW Fukushima verringert: Unmittelbar nach der Fukushima-Katastrophe war die Flugverbotszone um das Kraftwerk auf 30 Kilometer ausgedehnt ausgedehnt worden. Im Mai 2011 folgte dann bereits die Verkleinerung auf einen Radius auf 20 Kilometer. Nun hat Japans Verkehrsbehörde den Bereich Freitagnacht auf drei Kilometer zusammengekürzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur jiji sowie die NHK.

Eine gemeinsame Untersuchung der Flugzeuge durch die Ministerien für Transport und Wissenschaft, die zwischen dem 6. und 10. Februar 2012 erfolgte, kommt zu dem Schluss, der Strahlungslevel in einer Höhe von 150 Metern über dem Kraftwerk bei schätzungsweise bis zu 12 Mikrosievert pro Stunde beträgt. Ein Pilot der 1.000 Stunden fliegt, sähe sich pro Jahr einer maximalen Dosis von 12 Millisievert ausgesetzt, was nach Angaben des Transportministeriums unter dem zulässigen Grenzwert von 20 Millisievert liege.

Bürgermeister boykottieren Gespräche über Zwischenlager: Der Versuch der japanischen Regierung, vertreten durch Umweltminister Goshi Hosono und Tatsuo Hirano, Minister für Wiederaufbau, mit den örtlichen Behörden über die Errichtung von Zwischenlagern für radioaktiv belastetes Erdreich in ihren Gemeinden zu diskutieren, ist am Teilnahme-Boykott durch mehrere Bürgermeister gescheitert.

Ursprünglich hatten sich die Minister in Koriyama mit der Führung der acht Gemeinden im Landkreis Futaba, in dem sich auch das AKW Fukushima Daiichi befindet, treffen sollen. Da jedoch sowohl Katsutaka Idogawa, Vorsitzender der Bürgermeister des Landkreises und zugleich Bürgermeister des Orts Futaba, als auch zwei seiner Kollegen – die Bürgermeister von Hirono and Namie – ihre Teilnahme absagten, waren lediglich informelle Gespräche mit den fünf verbliebenen Teilnehmern möglich. Diese dürften jedoch kein politisches Gewicht haben.

Als Begründung für seinen Boykott nannte Idogawa auf einer Pressekonferenz in Kazo (Präf. Saitama) sein starkes Misstrauen gegenüber der Regierung in Tokyo. Zudem hatten ihn Medienberichte verärgert, in denen die Strategien der Regierung für das Gebiet und den Ankauf von Landstücken bereits vor dem Treffen erläutert worden waren. Dies lasse befürchten, dass die Regierung bereits Entscheidungen hinter dem Rücken der Bewohner treffe. Berichtet wurde der Boykott etwa von der Asahi Shimbun und der jiji.

Auch der Umstand, dass die Regierung ankündigte, man werde das entsprechende drei bis fünf Quadratkilometer große Gebiet zur Lagerung von bis zu 28 Million Kubikmetern radioaktivem Erdreich zu den Preisen kaufen, die vor dem Beginn der Krise üblich waren und damit den Preissturz nach den Naturkatastrophen ignorieren, scheint somit bislang keinen Anreiz zu bieten. Laut Asahi Shimbun plane die Regierung zwischen 50 bis 100 Milliarden Yen für das Gebiet zu zahlen, abhängig vom gebotenen Standort.

Dekontaminations-Informationszentrum in Stadt Fukushima: In einer Meldung vom Samstag berichtet die NHK, dass die Mitarbeiter des im vergangenen Monats vom Umweltministerium eröffneten Zentrums nun damit begannen, die Bürger über geeignete Schritte zur Kontamination und die dafür notwendigen Arbeiten zu informieren. Der Betrieb des Informationszentrums ist eine Reaktion der Behörden auf die Unsicherheit und Besorgnis der Präfektureinwohner, wie sie ihr Eigentum richtig von radioaktiver Belastung befreien könnten.

Im Zentrum werden auch notwendige Arbeitsmittel wie Dosimeter und Hochdruckreiniger vorgestellt. Bürger die selber die Dekontamination ihres Hauses vornehmen wollen, können sich dort Expertenratschläge einholen.

Krisenminister wegen versuchter Einflussnahme kritisiert: Die politische Opposition in Japan kritisiert den Krisenminister Goshi Hosono wegen der möglichen Einflussnahme auf die Neutralität eines unabhängigen Untersuchungsausschusses, da er sich mit dessen Vorsitzendem, Kiyoshi Kurokawa zur Erläuterung eines Entwurfs zur Schaffung einer neuen Atomaufsichtsbehörde getroffen habe. Bei derartigen Treffen könnte Hosono auch politischen Druck ausüben, so die Kritiker, über deren Position die Yomiuri Shimbun am Samstag berichtete.

Rauch am AKW Kashiwazaki-Kariwa: Von einem Gebäude mit Geräten der Wärmetauscheranlage am Reaktor 5 des derzeit ruhenden Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präf. Niigata) wurde am Sonntag eine zu diesem Zeitpunkt ungeklärte Rauchentwicklung festgestellt. Diese hatte sich offenbar am späten Samstag ereignet. Bei einer Überprüfung konnte kein Feuer als Ursache ermittelt werden. Auch Lecks oder eine Freisetzung radioaktiven Materials konnte nicht festgestellt werden, so der Betreiber TEPCO der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge.

Niederländisches Sea Shepherd Mitglied wieder aktiv: Erst am Mittwoch vergangener Woche war Erwin Vermeulen von einem japanischen Gericht in Wakayama freigesprochen haben – nun ruft er die japanische Regierung bereits erneut zum Stopp des Walfangs, der vorgeblich zur wissenschaftlichen Forschung dient, auf.

Vermeulen saß zuvor in Haft, nachdem ihm vorgeworfen worden war, in der Küstenstadt Taiji, die vom Walfang lebt, einen Mann mit einem Schlag vor die Brust angegriffen zu haben, als dieser ihn nicht in ein gesperrtes Gebiet vorlassen wollte. Da Vermeulen zu diesem Zeitpunkt jedoch Kamera und Funkgerät in der Hand gehabt habe, hätte er die ihm zur Last gelegte Tat nicht begehen können, entschied das Gericht.

Die Vorwürfe seien politisch motiviert gewesen, um den militanten Walfanggegnern zu schaden, so Sea Shepherd. Iwao Takayama. Der Verteidiger Vermeulens erklärte, das Gericht habe die Klage korrekterweise als ein normales Verfahren des Klägers gegen die Person Vermeulens behandelt und keine Zugehörigkeit zu Interessengruppen verhandelt.

Der Niederländer forderte nun erneut deutlich ein Walfangverbot. Die Walfanggegner stehen seit Jahren mit den Bewohnern von Taiji in Konflikt. Der Ort selbst wurde durch die Oscar prämierte Dokumentation “Die Bucht” international bekannt. Der Dokumentarfilm zeigt das gezielte Zusammentreiben und die Tötung von 2.000 Delfinen im Jahr 2007.

Beziehung zwischen Nagoya und Nanking weiterhin angespannt: Der Gouverneur der Präfektur Aichi, Hideaki Omura drängt den Bürgermeister der Stadt Nagoya am heutigen Montag, die Verwaltungssitz der Präfektur ist, dazu, die Verbindungen zur chinesischen Partnerstadt Nanking wieder zu glätten, so die Nachrichtenagentur Kyodo.

Der Bürgermeister Takashi Kawamura hatte den Unmut der chinesischen Behörden erregt, als er bei einem Treffen mit Vertretern der chinesischen Partnerstadt, das so genannte Nanking-Massaker der kaiserlich japanischen Armee im Jahr 1937 als reguläre Kampfhandlungen bezeichnet und Übergriffe gegen Zivilisten geleugnet habe.

Kawamura, der es zuvor abgelehnte hatte seine revisionistischen Äußerungen zurückzuziehen, versuchte nach Angaben der Mainichi Shimbun, die sich dabei auf Quellen aus dem Umkreis des Bürgermeisters beruft, bereits am Samstag die Wogen zu glätten. So habe er eingeräumt, während des Besuches der chinesischen Vertreter in seiner Stadt eine private Ansicht zu äußern sei unfreundlich von ihm gewesen. Damit übernimmt er zwar die Verantwortung für die Spannungen, seine Aussage bleibt damit dennoch im Raum stehen.

Gouverneur Omura, der eine baldige Beilegung des Konflikts beschwor, äußerte sich zu den Differenzen bei den Zahlen der Opfer aus einem Bericht im Jahr 2010 – China spricht von 300.000 während japanische Experten von 20.000 oder 200.000 ausgehen und erklärte, er würde diese Schätzungen gerne durch Berechnungen gestützt wissen.

Quelle http://www.spreadnews.de/japan-aktuell-tod-eines-fukushima-arbeiters-durch-uberarbeitung-anerkannt/1120537/

_________________
http://www.j-rock-visualkei.biz/t1831-platz-zum-diskutieren-fur-das-thema-aktuelle-katastrophe-in-japan-mit-riesen-erdbeben-und-tsunami
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 28 Feb 2012 - 23:00

TEPCO meldet starken Rückgang von Radioaktivität aus AKW Fukushima

Während die japanischen Medienberichte sich vor allem mit den alten und neuen Verfehlungen und Versäumnissen der japanischen Regierung und denen des Energiekonzerns TEPCO befassen, bietet letzterer aus dem AKW Fukushima aktuelle Aufnahmen, die vom neuen Kameraroboter Quince 2 stammen und im Reaktor 2 gemacht wurden. Diese wollen wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten.

Darüber hinaus berichtet der AKW-Betreiber über den dramatischen Rückgang freigesetzter Radioaktivität am Kraftwerk. Weitere Fukushima-News und sonstige Nachrichten aus Japan jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 28. Februar 2012.

Unsere heutigen Themen:

■Austritt von Cäsium aus AKW Fukushima drastisch gesunken
■Regierung wusste angeblich nichts von SPEEDI
■TEPCO verschwieg Änderungen am Notfallkühlsystem
■Sicherheits-Inspektionen AKW als Formalität kritisiert
■TEPCO zahlt höhere Summen an freiwillig evakuierte Schwangere
■Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert Osten Japans
■Nanking sagt aus Protest Judo-Turnier ab

Austritt von radioaktivem Cäsium aus AKW Fukushima drastisch gesunken: Wie TEPCO am Montag mitteilte ist die Menge an radioaktivem Cäsium, dass seit Beginn der Katastrophe aus den Reaktoren 1 bis 3 in die Umwelt gelangt, auf 10 Millionen Becquerel pro Stunde gefallen.

Im Dezember 2011 hatte der Wert noch bei 60 Milllionen Becquerel und im Januar 2012 bei 70 Millionen Becquerel pro Stunde gelegen. Als ursächlich wird die Abdeckung der Eingänge der drei Reaktoren, durch die sperrige Geräte gebracht werden, mit Vorhängen genannt, so TEPCO bei einem Treffen mit Vertretern der Regierung. Der neuste Strahlungslevel werde schätzungsweise zu einer jährlichen Dosis von 0,02 Millisievert um das Kraftwerk herum führen.

Bislang hatten die Dekontaminationsarbeiten für stark radioaktiv belastetes Wasser sich vornehmlich auf die Entfernung von Cäsium-Isotopen die Gamma-Strahlen aussenden, konzentriert. Nun soll im September ein neues System seine Arbeit aufnehmen, mit dem auch weiteres spaltbares Material, wie etwa das Beta-Strahlen aussendende Strontium aus dem Wasser gefiltert werden. Durch den Einsatz des neuen Systems sollen auch die Strahlungslevel in Wassertanks gesenkt werden, so dass im Falle eines Austritts, die Umwelt weniger stark belastet wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur jiji.

Die Asahi Shimbun berichtet darüber hinaus von einer Demonstration des “ALPS” genannten Systems, das von der Toshiba Corporation entwickelt worden war. Bei der Vorführung reduzierte die Einheit 45 Gamma-Nuklide auf eine Menge die unterhalb des Grenzwertes für die sichere Verklappung in das Meer liegt.TEPCO erklärte jedoch, man werde nur dann die Entscheidung zur Freisetzung des dekontaminierten Wassers in das Meer treffen, wenn von den örtlichen Verwaltungen und Fischereiverbänden ein Einverständnis bestehe.

Auch über weitere technische Pläne wurde gesprochen. So plant der Kraftwerksbetreiber, man werde Anfang März eine zweite Untersuchung des Druckbehälters vornehmen. In diesem Falle soll dann ein Endoskop mit einem längeren Kabel, als dem bei der Inspektion am 19. Januar 2012 genutzten Modells stattfinden.

Regierung wusste angeblich von SPEEDI nichts: Ein unabhängiger Ausschuss der sich mit der Atomkatastrophe am Kernkraftwerk Fukushima befasst, stellte bei seiner Untersuchung fest, dass der Premierminister nicht über SPEEDI, das von der Regierung genutzte System zur Vorausberechnung der wahrscheinlichen Verbreitung radioaktiven Materials, informiert war.

In einem Bericht, der am heutigen Dienstag von dem sechsköpfigen Expertenteam zusammenstellt wurde, machen der frühere Premierminister Naoto Kan und vier weitere Politiker die Zuständigen des Wissenschaftsministeriums dafür verantwortlich, sie nicht über das Vorhersagesystem informiert zu haben.

Der frühere Kabinettssekretär Yukio Edano erklärte, er habe erstmal in einem Medienbericht am 15. März 2011 vom System erfahren, als die Krise bereits im Gange war. Auch der ehemalige Industrieminister Banri Kaieda sagte, es sei sehr bedauerlich, dass er von dem System nichts wusste, da er so niemanden instruieren konnte, Daten über die Ausbreitung zu übertragen.

Als Begründung dafür, ihn nicht über SPEEDI informiert zu haben, erfuhr Edano, man habe keine Berechnungen die nicht auf präzisen Daten über die Strahlung beruhte, weitergeben wollen. Der jetzige Ausschuss kommt zu dem Schluss, dass eine effizientere Nutzung des System notwendig gewesen wäre, um die Strahlungsbelastung der örtlichen Einwohner so weit wie möglich zu verringern.

Ein Experte des Teams kritisierte, die Bürokraten seien für das Versagen des Informationsflusses verantwortlich zu machen, allerdings hätten auch die Kabinettsminister nicht fähig gewesen, der Krise Herr zu werden. Das berichtet die NHK

TEPCO verschwieg Änderungen am Notfallkühlsystem: TEPCO hat offenbar verabsäumt, bauliche Änderungen am System der Leitungen am Kernkraftwerk Fukushima der zuständigen Sicherheitsbehörde mitzuteilen. Die Atomsicherheitsbehörde NISA berichtete am Montag, zwischen dem Verlauf der Rohre der Notfallkühlung wie er im Jahr 1966 und damit kurz vor dem Start von Reaktor 1 im Jahr 1971 offiziell vorgelegt worden war, und dem Aufbau, wie er sich zum Zeitpunkt der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 darstellte, bestünden deutliche Unterschiede.

Die NISA forderte am 12. März einen Bericht über das Leitunssystems eines Isolations-Kondensators, der zum passiven Kühlsystem gehört, an.

Der Isolationskondensator, der bei einem Notfall den Dampf aus dem Druckbehälter abkühlt um mit dem entstehenden Kondenswasser den Reaktor weiterhin zu kühlen, funktionierte nachdem der Tsunami am 11. März auf das Kraftwerk geprallt war, nicht mehr. Zudem waren die Verantwortlichen bei TEPCO nicht in der Lage festzustellen, ob ein Ventil als Teil des Systems offen war.

In dem ursprünglichen Plan aus dem Jahr 1966, der zur Genehmigung der Regierungsbehörde vorgelegt worden war, sollten die Leitungssysteme für zwei Einheiten im Isolationskondensator voneinander getrennt verlaufen.

Doch im Antrag für den Bauplan des Reaktors, wie er im Oktober 1967 eingereicht worden war, hatte der Betreiber TEPCO den Verlauf der Leitungen geändert, so dass beide Leitungssysteme außerhalb des Reaktors miteinander verbunden worden waren.

Das Unternehmen hatte diese bauliche Veränderung nicht der Regierung mitgeteilt, was jedoch gegen die Vorgaben der Atomsicherheitsbehörde verstößt, die vorsehen, dass eine bauliche Änderung, die von den ursprünglichen Dokumenten abweicht, mit einem entsprechenden Bericht mitgeteilt werden muss.

Sicherheits-Inspektionen AKW als Formalität kritisiert: Neben der fehlenden Nutzung von SPEEDI, finden unabhängige Prüfer noch weitere Kritikpunkte. So berichtet etwa die Mainichi Shimbun, die verschiedenen Kompetenzen der beteiligten Behörden, führten zu unzureichenden Inspektionsergebnissen.

Die mangelnde Kommunikation zwischen mehreren Regierungsstellen, die Atomkraftwerke kontrollierten, habe dazu geführt, dass keine effektiven Maßnahmen getroffen worden seien. Zu den Stellen, die unabhängig voneinander Inspektionen durchgeführt haben gehören:

■Die Atomsicherheitsbehörde (NISA)
■Ihr Partner, die Atomsicherheitsorganisation Japans (JNES)
■Das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT)
■Ihr Partner die japanische Atomenergiebehörde (JAEA)

Auch die Durchführung der Inspektionen wird in dem Bericht kritisiert. Demnach würden die Stellen lediglich alles aus den von den AKW-Betreibern zusammengestellten Berichten abschreiben und überprüfen, ob die Betreiber die Kraftwerke den Regeln entsprechende Kontrollen durchgeführt hätten. Diese Aussage stamme von einem Inspektor der JNES, so das Dokument. Einem leitenden Beamten der JNES zufolge sähen die Kontrollinstanzen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

TEPCO zahlt höhere Summen an freiwillig evakuierte Schwangere: Der Betreiber des Katastrophen-AKWs Fukushima Daiichi will ab kommendem Monat Schwangeren und Kindern bis einschließlich 18 Jahren eine Entschädigungszahlung von jeweils 600.000 Yen zahlen, wenn diese nach Beginn der Krise freiwillig evakuierten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo am heutigen Dienstag und beruft sich dabei auf ungenannte Quellen.

Mehrere Personen aus den 23 Gemeinden in der Präfektur Fukushima, die von dort ohne Anordnung geflohen waren, hatten gehofft, TEPCO würde die damit verbundenen Kosten zahlen. Dies war jedoch abgelehnt worden, da es dabei zu komplizierten Antragsbearbeitungen und langen Wartezeiten bei der Auszahlung gekommen wäre, so der Betreiber.

Daher habe man die Summe von 400.000 Yen die einer Richtlinie der Regierung, in der die höheren Unterhaltskosten für Schwangeren und Kindern berücksichtigt werden, folgt und für Frauen und Kinder gilt, die in den Ortschaften geblieben waren, jetzt für die Geflüchteten um 200.000 Yen aufgestockt.

Den weiteren Einwohner, wird unabhängig davon ob sie geflohen sind oder nicht, eine Summe von jeweils 80.000 Yen zukommen. Dies entspricht ebenfalls den Richtlinien zur Entschädigung einer bestehenden Angst vor Strahlung.

Da im Zuge der Fukushima-Katastrophe erhebliche Entschädigungsforderungen auf das Unternehmen zukommen werden, habe man die Zahlungsbedingungen vereinfacht. So bedarf es keiner speziellen Dokumente, die als Beweis des Evakuierung dienen müssen. Stattdessen akzeptiere man auch Empfangsbestätigungen, die von Unterkünften ausgestellt werden.

Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert Osten Japans: Am Dienstagnachmittag um 14:20 Uhr ereignete sich im Osten Japans ein Erdbeben der Stärke 5,1. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben, berichtet die japanische Wetterbehörde. Betroffen war die Präfektur Ibaraki, vor deren Küste sich das Beben in einer Tiefe von 20 Kilometern ereignete. Auch in andere Präfekturen wie Chiba, Fukushima, Saitama und Tochigi waren die Erschütterungen zu spüren.

Nanking sagt aus Protest Judo-Turnier ab: Als Reaktion auf die Aussage von Takashi Kawamura, Bürgermeister der japanischen Stadt Nagoya, die Kriegsverbrechen des Nanking-Massakers an der Zivilbevölkerung durch die kaiserlich japanische Armee im Jahr 1937, hätten in dieser Form nicht stattgefunden, hat die chinesische Partnerstadt Nanking nun ein chinesisch-japanisches Judo-Turnier abgesagt. Darüber berichteten heute die Nachrichtenagenturen Kyodo und jiji.

Die Veranstaltung hätte anlässlich des zweiten Jubiläums einer Judohalle in Nanking stattfinden sollen, die mit Unterstützung der japanischen Regierung gebaut worden war.

Kawamura hatte nach Angaben der Mainichi Shimbun auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag erklärt, er habe lediglich ausdrücken wollen, dass er persönlich glaube, dass kein systematisches Massaker an etwa 300.000 Personen stattgefunden habe. Damit zog er jedoch erneut seine ursprüngliche Aussage nicht zurück.

Ob weitere geplante Events wie die dreitägige “Japan-Woche in Nanking” ab 9. März 2012 wie geplant stattfinden werden, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar.
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Di 28 Feb 2012 - 23:11

"Tokio wäre am Ende gewesen"
28.02.2012, 16:22 Uhr
Verwüstungen im Norden Japans nach dem Erdbeben mit anschließenden Tsunami vom März 2011


10.000 Brennstäbe, deren unkontrollierte Erhitzung befürchtet werden musste, das Betreiberunternehmen Tepco, das sofort alle Mitarbeiter abziehen wollte; und eine Regierung, die kurz vor der Evakuierung Tokios stand. Nach einem nun veröffentlichten Bericht ein Jahr nach der Katastrophe im AKW Fukushima wird klar, dass in Japan um ein Haar alles noch viel verheerender gekommen wäre.

Die japanische Regierung hat nach einem Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission zum Atomunfall zum Zeitpunkt des Unglücks Vorkehrungen zur Evakuierung Tokios getroffen. "Ich hatte dieses teuflische Szenario im Kopf", sagte der damalige Regierungssprecher Yukio Edano der Kommission laut dem 400-seitigen Bericht. Wären alle Reaktoren in Fukushima und weitere Atomanlagen an Japans Ostküste explodiert, wäre "Tokio am Ende gewesen", sagte Edano demnach.


Schiere Panik bei Tepco und Regierung
In dem Bericht hieß es weiter, unmittelbar nach dem Unglück habe das Fukushima-Betreiberunternehmen Tepco alle Mitarbeiter aus dem Kraftwerk abziehen wollen. Nur eine ausdrückliche Anweisung des damaligen Regierungschefs Naoto Kan habe dies verhindert. Den Experten zufolge wäre der Meiler ohne die verbliebenen Mitarbeiter in einem fortschreitenden Prozess weiter zerstört worden und hätte weitaus größere Schäden angerichtet, als dies ohnehin der Fall war.

Die Flugverbotszone über dem Unglücksort wurde verkleinert. So konnten neue Bilder von dem zerstörten Atomkraftwerk aufgenommen werden. zum Video
Die schiere Panik sei bei der Regierung und Tepco laut "Spiegel Online" durch die unklare Situation in einem Abklingbecken nahe Reaktor 4 ausgelöst worden. Dort lagerten 10.000 gebrauchte Brennstäbe. Deren unkontrollierte Erhitzung hätte die Katastrophe, nämlich den Austritt radioaktiver Stoffe, noch wesentlich verschlimmert. Erst nach fünf Tagen habe man dank eines Hubschrauberüberfluges klären können, dass sich noch genügend Wasser in dem Abklingbecken befand, um die Stäbe zu kühlen.

"Gerade noch am Worst-Case-Szenario vorbeigeschrammt"
Für ihren nun vorgestellten Bericht befragte die private japanische Organisation "Rebuild Japan Initiative Foundation" um den renommierten Journalisten Yoichi Funabashi rund 300 Menschen, die mit dem Unfall und seinen Folgen zu tun hatten. Die Experten erhielten außerdem Zugang zu Daten und Dokumenten im Zusammenhang mit dem Unglück.

"Wir sind gerade noch am Worst-Case-Szenario vorbeigeschrammt", kommentierte Funabashi laut "Spiegel Online" die Ergebnisse der Untersuchung. Die Öffentlichkeit habe davon aber nichts erfahren.

Durch ein schweres Erdbeben und einen anschließenden Tsunami waren am 11. März 2011 ganze Landstriche im Nordosten Japans verwüstet worden. Im Atomkraftwerk Fukushima führte dies zum schwersten Atomunfall seit Tschernobyl. In einigen Reaktoren des Meilers fielen die Kühlsysteme aus, was Kernschmelzen und weiträumige Verstrahlungen nach sich zog. Dutzende Mitarbeiter blieben danach in dem Kraftwerk, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Do 1 März 2012 - 0:49

Bericht aus Fukushima I: Schichtbetrieb in der Strahlenhölle

Knapp ein Jahr nach der Katastrophe konnten ausländische Journalisten erstmals die Ruinen des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima besichtigen. Die Aufräumarbeiten werden noch Jahrzehnte dauern.

Katsuhiko Iwaki deutet auf ein wüstes Gewirr aus zerfetztem Eisenbeton und zerborstenen Stahlträgern. «Die grüne Anlage unter den Trümmern dort», ruft er durch seine Gasmaske, «das war der Kran, mit dem die Brennstäbe bewegt wurden. Darunter liegt das Abklingbecken von Block 4.» Ein Jahr nach der Nuklearkatastrophe sei das der gefährlichste Teil des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima I, sagt der stellvertretende Chef des Stabilisierungsteams der Ruine. Vorläufig hat man die Abklingbecken provisorisch abgestützt.

Ein neues, starkes Erdbeben könnte vor allem das Abklingbecken 4 zum Einsturz bringen. Dann würden die nahezu ungeschützten Brennstäbe nicht mehr gekühlt. Doch bergen werde man sie erst können, wenn die Trümmer der Blöcke 3 und 4 abgebaut seien, sagt Iwaki. «Dann wird man neue Tragstrukturen errichten und einen neuen Kran einbauen.» Zuerst in Block 4. Aber das ist erst in einigen Jahren möglich.


Tepco als Fussball-Sponsor

Am Dienstag hat Tepco, die Betreiberin von Fukushima I, die AKW-Ruine erstmals einigen ausländischen Journalisten gezeigt. Der Besuch begann im J-Village am Südrand der 20-Kilometer-Sperrzone. Das J-Village war bisher das grösste Trainingszentrum Japans, insbesondere für den Fussballnachwuchs. Der Hauptsponsor war ausgerechnet Tepco.

Die Firma betreibt unweit des Trainingszentrums ein Kohle- und Ölkraftwerk und etwas weiter nördlich das Atomkraftwerk Fukushima II, das nach dem Erdbeben trotz Schwierigkeiten kalt abgeschaltet werden konnte. An den Wänden hängen Fussballbilder, besonders gross Weltmeisterin Homare Sawa. Sie war schon vor dem Erdbeben Kapitän der japanischen Frauenmannschaft. Doch Fussball wird hier nie mehr gespielt. Das J-Village ist jetzt Tepcos Basislager für die auf drei bis vier Jahrzehnte angelegte Operation zur Stabilisierung, Dekontaminierung und Demontage des zerstörten Atomkraftwerks.

Im J-Village wird die Gruppe in Tyvek-Schutzanzüge gekleidet und mit einem Dosimeter und einer Gasmaske ausgerüstet. Über die Schuhe muss man je zwei Plastikhüllen stülpen, die Hände werden mit Baumwoll- und darüber mit chirurgischen Handschuhen geschützt. Alle Kameras werden in Plastik verpackt und mit Klebeband versiegelt. Dann geht es mit einem Bus, dessen Fenster versiegelt und die Sitze mit staubabstossendem Plastik überzogen sind, in die Sperrzone.


Menschenleere Idylle

Es ist kalt, aber die Sonne scheint, an den Waldrändern liegt noch Schnee. Ab und zu öffnet sich der Blick auf den Pazifik. Eine japanische Idylle, würden nicht die Menschen fehlen. In einem Betonwerk arbeiten zwei Männer in Schutzanzügen mit Gasmaske. In Tomioka fährt der Bus an einer vom Erdbeben zerstörten Spielhalle vorbei, niemand hat die Scherben weggeräumt. Man musste fliehen. Deshalb sieht alles noch so aus wie vor einem Jahr. Der Geigerzähler zeigt 2 Mikrosievert pro Stunde, das ist für eine Rückkehr der Bewohner zu hoch.

Der Bus fährt am AKW Fukushima II vorbei, auch dort sind einige Hundert Leute im Einsatz, um die stillgelegten Reaktoren zu überwachen. Drei Kilometer vor dem Tor zu Fukushima I steigt die Strahlung auf 35 Microsievert pro Stunde, mehr als das 500-fache gegenüber vor dem Unfall. Die AKW-Anlage wurde einst weitläufig als Park gestaltet, es gibt Bäche, der Wind vom Meer hat die Strandkiefern gekrümmt. Die sechs Reaktorgebäude unten an der steilen Küste sieht man kaum. Und vom einstigen Park auch nicht mehr viel.

Mehr als tausend blaue Wassertanks stehen jetzt da, jeder fasst etwas mehr als tausend Tonnen. Und nahezu alle sind gefüllt mit radioaktiv verseuchtem Wasser, das zur Kühlung der drei geschmolzenen Reaktorkerne eingesetzt worden ist. Demnächst wird Tepco 40 weitere Tanks aufstellen, um dann Lagerkapazität für 165'000 Tonnen verseuchten Wassers zu haben. Auch diese wird bald erschöpft sein.

Die Dekontaminierung des Wassers dauert viel zu lange, deshalb braucht man immer neue Tanks. Dabei fällt auch radioaktiver Schlamm an, der gelagert und irgendwann entsorgt werden muss.Um ins fensterlose, erdbebensichere Hauptquartier von Fukushima I zu gelangen, muss man durch Schutzschleusen. Der äussere Plastiküberzug der Schuhe wird abgestreift und vernichtet. Alles, was einmal in der verstrahlten Zone getragen wurde, muss entsorgt werden, damit man keinen radioaktiven Staub verschleppt.

Während man nur im Schutzanzug nach draussen darf, scheint im Hauptquartier alles klinisch sauber. Im Treppenhaus hängen Ketten bunter kleiner Papierkraniche, in Japan insbesondere seit Hiroshima ein Glücksbringer. Und viele Briefe von Menschen, die den Männern hier danken und alles Gute wünschen. Auch eine Hanna aus Deutschland, offenbar noch ein Kind, hat geschrieben, um den Männern Mut zu machen.


In winzigen Schritten vorwärts

Im Kommandoraum sitzt eine Hundertschaft Männer vor Bildschirmen, die Teamleiter an einem runden Tisch, um sofort gemeinsam reagieren zu können. Hier werden jeden Morgen die winzigen Schritte vorwärts geplant, die man in Fukushima I derzeit macht. «Unsere wichtigste Aufgabe ist es jetzt, den Status quo zu erhalten», sagt Takeshi Takahashi, «und die Situation von Tag zu Tag ein kleines Bisschen zu verbessern.»

Seit Dezember ist er Chef der Anlage. Sein Vorgänger Masao Yoshida, der in der Nacht nach dem Tsunami gegen den Willen seiner Bosse in Tokio die schmelzenden Reaktorkerne mit Meerwasser kühlen liess und die Welt damit vor einer noch grösseren Katastrophe bewahrt haben dürfte, ist an Krebs erkrankt.

Takahashi bestätigt, dass der Frost Dutzende Röhren zum Bersten gebracht hat, aber als Rückschlag würde er das nicht bezeichnen. «Unsere provisorischen Anlagen sind nicht perfekt», sagt er, es sei deshalb wichtig, für jede eine Back-up-Anlage zu haben. Bis vorigen März hatte Tepco nicht einmal Notmassnahmen vorbereitet. Einmal begründete das ein Tepco-Chef damit, dass Vorkehrungen die Menschen beunruhigt hätten. Man versicherte ihnen ja, es könne keine Atomunfälle geben.

Wie die meisten der etwa 600 Leute, die im Hauptquartier arbeiten, schläft Takeshi Takahashi während seiner Schicht hier. Er entschuldigt sich gegenüber der ausländischen Presse bei den Anwohnern und der Bevölkerung Japans für den Schaden, den Tepco verursacht habe, will aber nicht über die Verantwortung reden. Das sei Sache der Untersuchungskommissionen.

Bevor er nach Fukushima kam, arbeitete er im Tepco-Hauptquartier in Tokio. Die Lage hier sei anders, als er es sich in Tokio vorgestellt habe. Takahashi spricht über die Bergung der geschmolzenen Reaktorkerne, die frühestens in zehn Jahren angegangen werden kann. Das Konzept werde man von der Reaktorkatastrophe im amerikanischen Three Miles Island übernehmen, aber das konkrete Vorgehen werde hier anders aussehen. Dafür habe die Regierung jetzt eine Entwicklungsgruppe einberufen. «Noch wissen wir nicht, wie wir das im Detail machen.» Sicher sei, dass die drei Schmelztiegel unter Wasser zerkleinert würden, dann könne man die Fragmente bergen. In Three Miles Island wurde der Kernschmelztiegel gemahlen.


Zwei Stunden Einsatzzeit

Jeder Arbeiter, der an den zerstörten Reaktoren eingesetzt wird, erhält, bevor er das Gebäude verlässt, ein persönliches Alarm-Dosimeter, auf dem die maximale tolerierte Dosis für den Tag eingestellt wird. Wenn er 20, 40, 60 und 80 Prozent der geplanten Strahlung erhalten hat, piepst das Gerät jeweils. Tepco gibt täglich 3000 bis 3500 solche Alarmdosimeter aus. Bisher war der grösste Teil der Arbeiter damit beschäftigt, strahlende Trümmer wegzuräumen, die bei den vier Explosionen über das ganze Gelände um die Reaktoren verstreut wurden. Und zum Teil noch da liegen.

Normalerweise werden Arbeiter nur etwa zwei Stunden eingesetzt, sagt Iwaki vom Stabilisierungsteam. «Nicht nur wegen der Radioaktivität. Ihr Arbeitstag dauert acht Stunden, mit der Hinfahrt, dem zweimaligen Umziehen, den Strahlungsmessungen und der Rückfahrt bleibt kaum mehr Zeit.»

Er selbst sei auch schon sechs Stunden im Einsatz gewesen. «Ich habe bereits 69'000 Microsievert abkommen», sagt er lachend, und man weiss nicht, ob es ein bitteres Lachen ist oder Stolz – oder ob er die Angst weglacht. Die maximal erlaubte Dosis für Leute, die in Fukushima im Einsatz sind, ist 100'000 Microsievert in fünf Jahren.

Wer das Hauptquartier verlässt, muss Gasmaske und Helm aufsetzen und aufbehalten. Auch im Bus. Auf einer Anhöhe, wenige Meter von der Ruine entfernt, steigt die Gruppe aus, unter der Maske ist es heiss, die Aussentemperatur liegt beim Gefrierpunkt.

Iwaki erläutert von hier aus den Zustand der vier zerstörten Reaktoren. Block 5 und 6 konnten kalt abgeschaltet werden, weil einer der 13 Dieselgeneratoren dem Tsunami standhielt. Block 3 und 4 sind die total zerstörten Bauskelette. Über Block 1, von dem manche Experten annehmen, er sei schon vom Erdbeben zerstört worden, nicht erst vom Tsunami, wie Tepco behauptet, ist ein riesiges Zeltplanen-Gehäuse gestülpt worden, das die Strahlung abfängt.

Das Reaktorgebäude von Block 2 ist intakt geblieben, was die Aufräumarbeiten nun erschwert. Beim Wiedereinstieg in den Bus muss man erneut die äusseren Plastiküberzüge von den Schuhen streifen, damit man keinen radioaktiven Staub mitnimmt.


Roboter ersetzen Menschen

Nun fährt der Bus im Schritttempo einen steilen Weg hinunter direkt zu den zerstörten Reaktoren. Die Brandung leckt sanft an der Böschung. Tepco hat inzwischen einen provisorischen Tsunami-Wall aufgeschüttet. Darüber hatte die Betreibergesellschaft schon vor der Katastrophe diskutiert, eine interne Studie hatte die Gefahr eines Tsunami als beträchtlich eingestuft. Aber Tepco versäumte es während eines halben Jahres, die Studie der Agentur für Nuklearsicherheit (Nisa) zu übergeben. Nisa erhielt sie vier Tage vor dem Erdbeben.

Bei Block 4 springt der Geigerzähler auf 110 Microsievert pro Stunde. Vor Block 3, wo die Räder eines umgestürzten Krans noch immer in die Höhe ragen, sogar auf 1500 Microsievert. Wo die Strahlung besonders hoch ist, können Arbeiter manchmal nur zwei oder drei Minuten eingesetzt werden, erklärt Iwaki. Was kann ein Arbeiter in zwei Minuten tun? «Zum Beispiel zwei Rohrflanschen verbinden», sagt Iwaki. Also den Zufluss des zur Erhaltung der prekären Stabilität der Schmelztiegel lebenswichtigen Kühlwassers ermöglichen.

Vor dem Block 2 fällt die Strahlung auf 110 Microsievert zurück. Das sei, sagt Iwaki, weil das Gebäude intakt geblieben ist. Drinnen erreiche die Strahlung 200'000 Microsievert, sie ist damit zu hoch, als dass man Arbeiter hineinschicken könnte. In den letzten Tagen hat Tepco begonnen, Roboter in Block 2 einzusetzen. Im Hafen unterhalb von Block 1 liegt das Riesenfloss, in dem Tepco weitere 10'000 Tonnen verseuchtes Wasser lagert.

Die Wegfahrt von den Reaktoren führt hinter Block 6 an einem umgestürzten Strommast vorbei. Er war wesentlich für den Blackout der Anlage und damit für die Katastrophe mitverantwortlich. Und fast scheint es, als lasse Tepco ihn bewusst liegen.


Loyalität und Reue

Zurück im J-Village erzählt der Tepco-Arbeiter Satoshi Tarumi, im Sommer sei es in den Schutzanzügen schier unerträglich heiss geworden. Immer wieder erlitten Arbeiter Hitzeschläge. Seine bisherige Strahlendosis will er nicht verraten. «Ich bleibe hier, das ist die Anlage meiner Firma», und er sei seiner Firma gegenüber loyal. Anders äussert sich Saori Kaneshi, die den Leuten bis zum 11. März 2011 in einem Propagandapavillon von Tepco erklärte, Kernkraftwerke seien sicher. Sie sagt: «Mir tut es seither leid, dass ich das gemacht habe.»
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Fr 2 März 2012 - 21:23

Radioaktiv kontaminiertes Wasser bleibt Hauptproblem in Fukushima

Die gestern gemeldete Fertigstellung des Tokyo Sky Tree genannten Sendeturms in Japans Hauptstadt Tokyo, wurde heute mit einer traditionellen Shinto-Zeremonie gefeiert. Hoch hinaus will man allerdings auch in einer Kleinstadt, die nun als erste wieder ihren Verwaltungssitz zurückverlegte.

Die Bilder einer Führung durch eine fünf Kilometer vom AKW gelegene Notfallzentrale, die jedoch aufgrund des Stromausfalls, mangelnder Luftfilter und Strahlung von bis zu 200 Mikrosievert pro Stunde nie in Betrieb ging, sind dagegen der Beleg einer Bruchlandung.

Mehr zu dem was in Fukushima aktuell geschieht und weitere Nachrichten neben den Fukushima News finden sich auch heute im Spreadnews Japan-Ticker vom 02. März 2012


Neue Richtlinien für Arbeiter um Fukushima geplant: Neben den Angestellten von TEPCO und dessen Partnerunternehmen, die im AKW Fukushima Daiichi arbeiten, gibt es weitere Beschäftigte, die mit hohen Werten von Radioaktivität in Kontakt kommen. Dazu gehören etwa Bauarbeiter, die in Gebieten mit vergleichsweiser hoher Strahlung Straßen und Krankenhäuser reparieren.

Für diese Arbeitskräfte will das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) eine neue Richtlinie ausarbeiten. In diesen sollen dann unter anderem Grenzwerte für die maximal zulässige Strahlungsbelastung und eine Verpflichtung der Arbeitgeber zur Überwachung der Belastung und der damit verbundenen Bereitstellung von Dosimetern.

Mit der neuen Richtlinie soll die Strahlungsbelastung der Arbeiter ausgesetzt sind, durch das Tragen von Staubschutzmasken und dem Verbot, während der Arbeit zu essen oder zu trinken, um eine Inkorporation der Radioaktivität zu verhindern, so weit wie möglich minimiert werden.

Bislang gibt es derartige Regelungen nur für Arbeitskräfte die unmittelbar in Atombetrieben arbeiten. Somit handelt es sich um die erste Richtlinie dieser Art für Arbeiter die lediglich normale Aufbauarbeiten durchführen.

Anfang März will sich das Gesundheitsministerium mit einem Ausschuss von Strahlungsexperten beraten und die neuen Maßnahmen diskutieren. Anfang Juli soll dann die neue Richtlinie durch eine Ergänzung des Gesetzes über Arbeitsschutz und Gesundheit (Industrial Safety and Health Law) geltendes Recht werden.

Kontaminiertes Kühlwasser immer noch Hauptproblem: Trotz aller Beteuerungen der Regierung und der Betreiberfirma, die Krise sei unter Kontrolle gebracht, ist trotz des nahenden ersten Jahrestags des Unglücks, auch am AKW Fukushima Daiichi längst nicht alles Sonnenschein. Stattdessen kämpft man weiterhin mit einem alten Problem: Dem kontaminierten Wasser.

Nach Angaben von TEPCO beläuft sich die Menge an radioaktiv kontaminiertem Wasser, inklusive der gereinigten Abwässer auf mehr als 200.000 Kubikmeter. Insgesamt 165.000 Kubikmeter seien in temporären Tanks untergebracht. Weitere gebaute Behälter können zusätzliche 40.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. In einem unterirdischen Reservoir könnten noch einmal 4.000 Kubikmeter an kontaminiertem Wasser ihren Platz finden. Dennoch muss damit gerechnet werden, dass auch diese Kapazitäten im Herbst erschöpft sein werden.

Das Problem bleibt weiterhin, dass nach den Detonationen umgehend mit Meerwasser gekühlt worden war. Nicht nur, dass dieses Strukturen angreift, so dass nach wie vor Hydrazin injiziert wird – durch Schäden am Druckbehälter gelangte das Wasser, das sich dort mit radioaktivem Material angereichert hatte, in die Kellergeschosse der Gebäude.

Auch wenn durch die Schaffung eines Kühlkreislaufs – Wasser gelangt in den Reaktor, kühlt diesen, wird hinausgeleitet, und dort von Substanzen gereinigt und dekontaminiert, bevor es wieder hinein gepumpt wird – ein Teil des Problems gelöst zu sein scheint, gibt es immer noch weitere Faktoren die es zu lösen gilt.

Neben Regen, ist es auch gerade das Grundwasser, von dem täglich zwischen 200 und 500 Kubikmeter in die Keller der Gebäude gelangt, ein anhandeltendes Problem. Je mehr kontaminiertes Wasser abgepumpt wird, desto mehr Grundwasser fliesst aufgrund des Wechsels im Wasserdruck nach, fasst TEPCO-Sprecher Junichi Matsumoto zusammen. Daher lässt TEPCO zur Wahrung eines stabilen Wasserstands eine gewisse Menge an kontaminiertem Wasser in den Kellern stehen – eine wirkliche Lösung ist nicht in Sicht.

Auch die Wasserlecks der Vergangenheit – die Perforation von Schläuchen durch Unkraut und die Unsicherheit von Ventilen in der Winterkälte, stellen Risiken für eine mögliche Umweltkatastrophe dar. Trotz der versuchten Wärmedämmung durch Isoliermaterial – das Wasser-Management am AKW Fukushima Daiichi bleibt ein gefährliches Provisorium, so das Fazit eines Artikels der Mainichi Shimbun.

Tokyo akzeptiert Katastrophentrümmer aus Onagawa: Am heutigen Freitag übernahm die Verwaltung von Japans Haupstadt Tokyo mit der Annahme von Trümmern aus Onagawa (Präf. Miyagi) und Miyako (Präf. Iwate) weitere Überreste aus den Katastrophengebieten, um diese durch Verbrennung zu entsorgen. Möglicherweise sollen bis zu 500.000 Tonnen des Materials, bei dem es sich zum Großteil um Holz handelt, durch Anlagen in Tokyo entsorgt werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Trotz der Bedenken von Anwohnern hatte man zwei Monate zuvor erste Testverbrennungen durchgeführt, bei denen eine Mischung aus 80 Prozent regulärer Haushaltsabfälle aus Tokyo mit 20 Prozent Katastrophenschutt aus Onagawa gemischt und gemeinsam verbrannt wurden. Nach dem Tests die Asche als ungefährlich, die Werte an radioaktivem Cäsium unterhalb des Grenzwerts lagen, eingestuft und keine gefährliche Belastung in den Abgasen der Anlage festgestellt werden konnten, hatte sich die Stadt zur Übernahme weiterer Abfälle bereiterklärt.

Ortschaft in Fukushima nimmt Verwaltung wieder auf: Wie zuvor angekündigt hat die Ortschaft Hirono als erste der neun Gemeinden, deren Verwaltung nach dem Atomunglück verlegt worden waren, ihren Verwaltungssitz wieder in den Ort zurückverlegt.

Motohoshi Yamada, Bürgermeister des Ortes der an der Grenze des 20 Kilometer Sperrgebiets liegt, erklärte gegenüber den Beschäftigten, bei der Wiederaufnahme der Verwaltung vor Ort handele es sich um einen ersten Schritt, um die Wiederbelebung und den erneuten Aufbau von Hirono zu gewährleisten.

Zur Zeit leben lediglich noch 250 Personen dort, da die Mehrzahl der einst 5.300 in andere Städte evakuiert wurde. Wohl auch um den Ort für Rückkehrer attraktiver zu machen, kündigte Yamada an, er werde die Evakuierungsempfehlung für die Einwohner bereits Ende März aufheben. Bis Jahresende, soll das gesamte Gebiet, inklusive der gebäude von Privathaushalten vollständig dekontaminiert sein.

Bereits im April sollen dann auch die Schulen pünktlich zweiten Semester 2012 wieder eröffnet werden. Besonders die Funktionsfähigkeit von öffentlichen Stellen wie auch Krankenhäusern wurde stets als wichtiges kriterium für eine Rückkehr von Bewohnern genannt. Mit Kawauchi will Mitte März auch eine weitere der neun Gemeinden den Betrieb öffentlicher Stellen wieder aufnehmen. Diese Meldung war Thema der Nachrichtenagenturen jiji und Kyodo.

Regierung sucht freiwillige Aufbauhelfer: Die Ergebnisse einer Untersuchung der “Japan Business Federation”, die zwischen Oktober und November durchgeführt und deren Ergebnisse am heutigen Freitag vorgestellt wurden, zeigen, dass nach den Naturkatastrophen vom 11. März 2011 insgesamt über 180.000 Angestellte aus 461 Unternehmen und 53 Organisationen an freiwilligen Hilfsaktionen zur Unterstützung von Menschen und Gebieten teilnahmen.

Die von Unternehmen geleisteten Maßnahmen, inklusive der Spenden von Angestellten, belaufen sich auf 122,4 Milliarden Yen, so Japans größter Wirtschaftsverband Kaidanren in einem Bericht.

Dennoch sieht sich das Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei veranlasst eine Kampagne zu starten, mit der Menschen aus städtischen Gebieten dazu motiviert werden sollen, ehrenamtliche Hilfe beim Wiederaufbau von Gemeinschaften in ländlichen Bereichen zu leisten, die unter den Naturkatastrophen besonders litten. Zu diesem Zweck soll am 9. März eine Webseite online gehen, auf der Menschen die Hilfe leisten wollen, Informationen über Art, Umfang und Zeitraum erhalten und entsprechende Organisationen kontaktieren können.

Japans Regierung will nicht in Nanking-Diskussion eingreifen: Japan Premierminister Yoshihiko Noda deutete am gestrigen Donnerstag an, die japanische Regierung werde sich nicht in die Kontroverse, die sich durch eine revisionistische Äußerung des Bürgermeisters von Nagoya, Takashi Kawamura über das Nanking-Massaker der kaiserlich japanischen Armee in China während des Zweiten Weltkriegs ergeben hatte, einmischen.

Bei einem Treffen des Haushaltsasschusses im Repräsentantenhaus sagte Noda in Reaktion auf eine Anfrage der Oppositionspartei LDP, er hoffe, dass die Differenzen zwischen der chinesischen Stadt Nanking und dem japanischen Nagoya, bald beigelegt werden.

Während eines Treffens des Unterhauses, forderte die Opposition zudem, Noda müsse gegenüber Peking gegen die Zahl der in Chinas Nanking-Gedenkstätte angegebenen Opfer von 300.000 Personen Protest einlegen. Noda antwortete, er werde davon Abstand nehmen, sich auf eine Zahl festzulegen, da es diesbezüglich verschiedene Sichtweisen gebe, berichtet die Nachrichtenagentur jiji.
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BeitragThema: Re: Wichtige Japan-News   Fr 2 März 2012 - 21:33

Ein Jahr nach der Katrastrophe braucht Japan immer noch Hilfe!
Von: Rollingplanet
Der Tsunami vom März 2011 hat die japanische Kleinstadt Minami-Sanriku dem Erdbeben gleichgemacht. Er zerstörte dort auch das Behindertenzentrum Nozomi. Mit Hilfe von Spenden aus Deutschland konnte das Haus neu aufgebaut werden. Von Stefan Teplan (Caritas International)


Minami Sanriku: Überlebende werden per Boot gerettet


Kurz nach dem Tsunami: Allein in Minami Sanriku wurden 10.000 Menschen vermisst
Kiyoshi Takahasi hat das Downsyndrom und wird bald 39 Jahre alt – seinen nächsten Geburtstag wird er feiern, als wäre es sein erster. „Vor einem Jahr wurde ich neu geboren“, sagt er. Seit knapp einem Jahr jedenfalls ist nichts mehr in Kiyoshis Leben so, wie es war: Die Stadt, in der er lebte, existiert nicht mehr. Viele Menschen, die er kannte, leben nicht mehr. Das Behindertenzentrum Nozomi, das tagtäglich sein zweites Zuhause war, steht nicht mehr.

Nozomi ist das japanische Wort für „Hoffnung“ und ist auch ein beliebter Mädchenname.

Der Augenblick von Kiyohsis „Wiedergeburt“ lässt sich exakt nennen: 11. März 2011, 15.30 Uhr. Das war, als der schwerste Tsunami, der Japan je heimsuchte, Kiyoshis Heimatstadt Minami-Sanriku überflutete. Mehr als das: Er machte sie dem Erdboden gleich.


“Kein Stein mehr stand auf dem anderen“

„Eine Stunde später war Minami-Sanriku nur noch Wüste. Kein Stein mehr stand auf dem anderen.“, erzählt Sayako Nogiora von der japanischen Nichtregierungs-Organisation Association for Aid and Relief (AAR). Mit Unterstützung von Caritas international, dem Hilfswerk der deutschen Caritas, baute AAR ein neues Behindertenzentrum für Kiyoshi und 20 weitere Menschen mit Behinderung auf: Nozomi Nummer zwei. Es wird außerhalb der Stadt – man muss sagen: der ehemaligen Stadt – auf hügeligem Gelände errichtet.

Schon das ursprüngliche Gebäude für behinderte Menschen stand auf höherem Gelände und war daher auch als Evakuierungsort für den Fall eines Tsunami vorgesehen. Japan – und so auch der Ort Minami-Sanriku – glaubten sich gegen einen solchen Tsunami bestens gerüstet: An den meisten Küstenorten den Küste standen Schutzwälle, die Flutwellen bis zu 6,5 Metern abhalten konnten.

Die Wellen des Tsunami von 2011 aber erreichten eine Höhe von 15 bis stellenweise sogar 30 Meter. In Minami-Sanriku waren es, wie man später nachwies, 16,5 Meter. Jeder, der laufen konnte, floh nach einer Vorwarnzeit von 45 Minuten auf die nahe gelegenen Hügel in Richtung des Nozomi-Zentrums. 1770 von knapp 18.000 Einwohnern des Küstenstädtchens schafften es nicht mehr und fanden den Tod in den Fluten.

Doch auch der für sicher gehaltene Hügel, auf dem das Behindertenzentrum Nozomi stand, war für einen solch gewaltigen Tsunami nicht hoch genug: Bis in 2,10 Meter Höhe drang das Wasser noch in das Gebäude ein. Für zwei der 17 Menschen mit Behinderung, die sich damals im dort aufhielten, kam jede Hilfe zu spät. Die anderen konnten sich rechtzeitig auf das Flachdach retten. Oder wurden gerettet – vom Einrichtungsleiter Hatakeyama Mitsuhiro. Ohne ihn wäre wohl auch Kiyoshi jetzt tot.


Als Herr Mitsuhiro zum Lebensretter wurde

„Herr Mitsuhiro“, erinnert sich Kiyoshi, „sah mich hilflos da stehen, als das Wasser in unser Zentrum schoss. Alleine hätte ich mir in dieser Situation nicht mehr helfen können. Mistuhiro nahm mich kurz entschlossen Huckepack und kämpfte sich mit mir durch das Wasser die Treppe hoch auf das Dach. Er ist mein Lebensretter.“


Einer der Dankesbriefe an die deutschen Spender
Fünf Autominuten entfernt vom zerstörten Nozomi-Zentrum, einige Kilometer weg von der Küste auf einem Hügel, steht das neue Nozomi-Zentrum. Als Dr. Oliver Müller, der Leiter des Hilfswerks der Deutschen Caritas, es im Januar 2012 besuchte, bereiteten ihm die Menschen mit Behinderung einen herzlichen Empfang. Sie überreichten ihm zur Begrüßung einen ganzen Sack voller Dankesschreiben und selbst angefertigter Zeichnungen, mit denen sie sich für das von Caritas international finanzierte Zentrum erkenntlich zeigen.
„Hallo, ihr alle in Deutschland”, steht auf einem der Briefe, “wir danken euch sehr, dass ihr uns einen so schönen neuen Platz geschenkt habt. Bitte kommt auch mal hierher und seht es euch an!“


Das Land ist nach wie vor von der 3fach-Katastrophe gezeichnet

Ein Jahr nach der verheerenden 3fach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall ist Hilfe für die Katastrophenopfer in Japan weiter erforderlich. So müssen nach Caritas-Schätzungen allein 100.000 Menschen noch mindestens ein Jahr in den Notunterkünften ausharren. Auf Hilfe angewiesen sind aber nach wie vor auch Menschen an den sozialen Rändern.

“Ziel unserer Caritas-Hilfe war es, die Schwächsten der Gesellschaft zu stärken. Dazu gehören zum Beispiel alte und behinderte Menschen, die mit ihren spezifischen Bedürfnissen vom Staat nicht erreicht wurden”, so Oliver Müller, “In diesem Bereich erfüllen die japanischen und internationalen Hilfsorganisationen eine wichtige Aufgabe.”

Ob vom Tsunami zerstörte Dörfer und radioaktiv verstrahlte Gebiete jemals wieder bewohnbar sein werden, ist an vielen Stellen des Katastrophengebietes auch nach einem Jahr noch immer ungeklärt: “Die offene Frage, ob sie ihre Heimat jemals wiedersehen werden, verunsichert die Menschen zutiefst. Das Leben vieler Japaner ist aus den Fugen geraten”, berichtet Müller.

Deutliche Kritik üben japanische Caritas-Partner an der Reaktion des Staates. “Das staatliche Katastrophenmanagement war in den ersten Monaten zu langsam und zu dirigistisch. Es fehlte den Behörden an Verständnis für die Arbeit von Hilfsorganisationen”, sagt Müller. Allmählich wachse jedoch das Bewusstsein dafür, dass zivilgesellschaftliche Organisationen nach Katastrophen eine wichtigere Rolle spielen müssen.
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